{"id":3915,"date":"2016-11-17T09:44:05","date_gmt":"2016-11-17T07:44:05","guid":{"rendered":"https:\/\/radness.de\/?p=3915"},"modified":"2017-10-19T23:32:10","modified_gmt":"2017-10-19T21:32:10","slug":"fuechungen-nach-e-p","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/radness.de\/?p=3915","title":{"rendered":"F\u00fcchungen, nach E.\u00a0P."},"content":{"rendered":"<div class='polaroid-gallery galleryid-3915' style='width:510px;'>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/radness.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/DSC_2281-1024x678.jpg\" title=\"DSC_2281\" rel=\"polaroid_1672003419\" class=\"polaroid-gallery-item showcaption\"><span class=\"polaroid-gallery-image\" title=\"\" style=\"background-image: url(https:\/\/radness.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/DSC_2281-150x150.jpg); width: 150px; height: 150px;\"><\/span><\/a>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/radness.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/DSC_2292-1024x678.jpg\" title=\"DSC_2292\" rel=\"polaroid_1672003419\" class=\"polaroid-gallery-item showcaption\"><span class=\"polaroid-gallery-image\" title=\"\" style=\"background-image: url(https:\/\/radness.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/DSC_2292-150x150.jpg); width: 150px; height: 150px;\"><\/span><\/a>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/radness.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/DSC_2355-1024x678.jpg\" title=\"DSC_2355\" rel=\"polaroid_1672003419\" class=\"polaroid-gallery-item showcaption\"><span class=\"polaroid-gallery-image\" title=\"\" style=\"background-image: url(https:\/\/radness.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/DSC_2355-150x150.jpg); width: 150px; height: 150px;\"><\/span><\/a>\n\t\t\t<br style=\"clear: both;\" \/>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/radness.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/DSC_2380-1024x678.jpg\" title=\"DSC_2380\" rel=\"polaroid_1672003419\" class=\"polaroid-gallery-item showcaption\"><span class=\"polaroid-gallery-image\" title=\"\" style=\"background-image: url(https:\/\/radness.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/DSC_2380-150x150.jpg); width: 150px; height: 150px;\"><\/span><\/a>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/radness.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/DSC_2384-1024x678.jpg\" title=\"DSC_2384\" rel=\"polaroid_1672003419\" class=\"polaroid-gallery-item showcaption\"><span class=\"polaroid-gallery-image\" title=\"\" style=\"background-image: url(https:\/\/radness.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/DSC_2384-150x150.jpg); width: 150px; height: 150px;\"><\/span><\/a>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/radness.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/DSC_2483-1024x678.jpg\" title=\"DSC_2483\" rel=\"polaroid_1672003419\" class=\"polaroid-gallery-item showcaption\"><span class=\"polaroid-gallery-image\" title=\"\" style=\"background-image: url(https:\/\/radness.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/DSC_2483-150x150.jpg); width: 150px; height: 150px;\"><\/span><\/a>\n\t\t\t<br style=\"clear: both;\" \/><\/div>\n\n<p>Sinn oder Unsinn des Bloggens. Ich k\u00f6nnte jetzt auch auf der Stra\u00dfe sein und den ein oder anderen Chilenen ein Ohr abknabbern. So sitze ich lieber in einem Hotelzimmer und schreibe an meine liebe, bekannte Onlineleserschaft. Das Bloggen ist momentan mein soziales Fensterchen, zugegebenerma\u00dfen ein sehr Kleines. Egal ist mir gar, ob meine Texte mit weniger oder mehr Hingabe gelesen werden, bei der Lachssemmel oder den t\u00e4glichen Verrichtungen. Mir tut es gut, mich mitzuteilen! Herzlichen Dank, an dieser Stelle an B.Z. aus F. f\u00fcr die wunderbare Anregung!<br \/>\nDie Atacama-W\u00fcste im Norden Chiles ist nicht nur trocken, sondern auch einsam. Touristisch ist die Atacama auch W\u00fcste, abgesehen von dem kleinen Ort San Pedro, dem Backpacker-,Outdoor- und Jack-Wolfskin-Mekka. Dort gibt es nicht nur Fliegen, eine Hommage an die regelm\u00e4\u00dfige Leserschaft!, sondern auch Radfahrer, viele gar. Gelernt habe ich, diese lie\u00dfen sich in Cyclo-Touristen und Touro-Cyclisten einteilen; doch dazu vielleicht sp\u00e4ter einmal. Jedenfalls bietet San Pedro gen\u00fcgend Austausch mit gleichen und \u00e4hnlichen Gesinnungen. \u2013 ja, es ginge in Ordnung, wenn der ein oder andere Leser \u201eGesinnungen\u201c mit \u201eVer-r\u00fcckten\u201c im Kopfe gleichsetzen m\u00f6chte. Vor zwei Tagen verlie\u00df ich nun San Pedro und bin wohl, zumindest f\u00fcr eine Weile, ich gehe von drei Tagen aus, der einzige Ver-r\u00fcckte in meiner n\u00e4heren, \u00f6rtlichen Umgebung.<br \/>\nZu Papier bringe ich, um zum Kern des Dings zu kommen, was ich in den vergangenen drei Tagen erleben durfte. Die Umst\u00e4nde waren so g\u00fcnstig, dass sie sich gut mit dem Wort \u201eF\u00fcchung\u201c, entlehnt von E.P. aus W. beschreiben lie\u00dfen. Andere Weltbilder k\u00f6nnten diese meine Erlebnisse auch erkl\u00e4ren. Die Er\u00f6terung solcher f\u00fchrte jedoch im Kontext eines modernen, bildbasierten Blogs zu weit. Nun, derer drei F\u00fcchungen sollten es wie folgt sein:<br \/>\n\u2013 ein und das Highlight von San Pedro ist das Valle de Luna, also Tal des Mondes. Die einzigartigen Formationen von Sandgestein- und D\u00fcnen erweckte im Geiste des Erstbenenners wohl Assoziationen mit der Mondlandschaft. \u2013 Ja, ich frage mich gerade auch, ob die damals schon Bilder vom Mond hatten. Nur wer wei\u00df sicher, ob wir die schon haben, also die ganz Echten! \u2013 Jedenfalls, scheint es sich gar wundersam zu f\u00fcchen, bei Sonnenuntergang und aufsteigendem, Voll!-Mond, eben jenes Valle de Luna mit vier Radfreunden zu erkunden. Eine unglaublich Szenerie!<br \/>\n\u2013 die Lagunenrute war mir bei meinen Planungen nicht ganz geheuer. \u2013 Ich verweise hier freundlicherweise auf meinen letzten Blog. \u2013 Daher hatte ich mir die Fahrt nach Calama \u00fcber die Geysire von El Tatio \u00fcber 240 Kilometer und insgesamt 3500 H\u00f6henmeter als \u201e\u201cLagunenrute\u00a0light\u201c angelacht. Im Lateinamerika-BikeBuch, kurz LABB, die \u201eBibel\u201c der Lateinamerika-Radler, ist ein 13 st\u00fcndiger Aufstieg mit viel Schieben und Zerren des Rades beschrieben. Nach dem n\u00e4chtlichen Besuches des Valle de Luna und dem Ausfall meines Smartphone-Weckers, so muss es gewesen sein!, war ein Aufstieg in einem Tag in weite Ferne ger\u00fcckt. Nur gut, dass das LABB, wie die Bibel selbst, schon ein wenig in die Tage gekommen ist. Es passte mir sehr gut in den Kram, dass ich einen neueren, befestigten und k\u00fcrzeren Weg nach El Tatio vorfand, so dass ich nach acht Stunden Fahrt noch zu guter Zeit sch\u00f6n ankam. Es folgte ein Bad in den Geyiren, ganz f\u00fcr mich allein. Jack und Wolfskin sind nur vormittags in El Tatio, aufgrund der st\u00e4rkeren Intensit\u00e4t der Geysire. Danach gab es ein 500 Gramm (trocken) Nudel mit Ketchup-Gericht sowie eine schlaflose Nacht. Dieses Mal war es ganz sicher der Anstrengung zuzuschulden, und nicht der H\u00f6he, da die Kopfschmerzen ausblieben.<br \/>\n\u2013 dass ich meine Chile-Reise nicht ausschlie\u00dflich mit dem Rad bew\u00e4ltigen k\u00f6nnte, damit habe ich mich bereits abgefunden. Gewisserma\u00dfen froh bin ich dar\u00fcber, denn diese Tatsache erspart mir sechs bis acht weitere Tage W\u00fcsteneinsamkeit. Ja, auch mir gen\u00fcgen nun die noch anstehenden drei; ich bin gen\u00fcgsam geworden. Wie, wann und wo ich nun einen Teil der Strecke mit motorisierten Fortbewegungsmitteln \u00fcberbr\u00fccken w\u00fcrde, dar\u00fcber konnte ich mir auf der acht st\u00fcndigen Radfahrt von El Tatio nach Calama Gedanken machen. Unterbrochen wurden diese Gedankenz\u00fcge lediglich durch einen defekten Ortlieb-Backroller \u2013 Kabelbinder sind etwas Sensationelles! \u2013 und 45 Kilometer Gegenwind- bzw. Sturm nach Calama, mit 10er Schnitt trotz leicht abfallender Stra\u00dfe. Die Gedankenz\u00fcge resultierten schlie\u00dflich in Fernbus, nach Copiapo, mittig zwischen Calama und Santiago gelegen, und am Besten am Folgetag. In Calama angekommen steuerte ich mir nacheinander die beiden mir bekannten Copec-Tankstellen an, da es dort Hotdogs und Cola im Angebot gab. Die \u00dcberlegungen waren identisch zu einem MacDo-Besuch, nachdem mir meine Radlfeunde zuletzt noch von Montezumas\u00a0Rache berichtet hatten. Ausgebrannt und teilgest\u00e4rkt kassierte ich dann bei TurBus, dem chilenische Langstreckenbusplatzhirsch, eine klare Absage. Nicht mit Rad. Bei Pullman war es dann relativ: h\u00e4nge vom \u201eChofer\u201c\u00a0ab, der nach Ausbuchung entscheide. Der n\u00e4chste Bus nach Copiapo ginge um 17:20 Uhr, also in einer Stunde! Ab dato setzte ich alles auf eine Karte, denn wer h\u00e4tte gewusst, ob es am n\u00e4chsten Tag besser gegangen w\u00e4re: ich bereitete das Rad vor: S\u00e4ttel ab, Pedale ab, Lenker quer, Vorderad raus; stopfte noch Fanta und S\u00fc\u00dfkram vom Kiosk in mich hinein; und versuchte mit meinem charmanten Dreiwortspanisch die Kassierin von Pullman f\u00fcr mich zu gewinnen. Zwischendurch noch Katzenw\u00e4sche mit einer Radflasche \u201eagua sin gaz\u201c: Ja Bernd, es geht, jedoch nur wenn es sein muss! V\u00f6llig fertig, versandet, durchgeschwitzt und stinkend hatte der Busfahrer tats\u00e4chlich ein Herz f\u00fcr mich. Neun Stunden sp\u00e4ter, gegen 4 Uhr nachts kam ich schlie\u00dflich in Copiapo an und steuerte, nachdem mir das Navi keinen Campingplatz vorgab, das n\u00e4chst beste Hotel, die Vitrali Suite an. Ja, ich musste f\u00fcr die restlichen zwei Stunden Nacht noch bezahlen sowie f\u00fcr die nun kommende, und ja, es liegt \u00fcber dem gew\u00fcnschten Budget. Daf\u00fcr kann ich mir aber auch schon wieder vorstellen, morgen Rad zu fahren.<br \/>\nMein Wunsch war ein Abenteuer. Es war unangenehm durchlebt zu werden, besonders f\u00fcr meine Reisebus-Sitznachbarin! Jetzt ist es wundersch\u00f6n, darauf zur\u00fcckblicken zu k\u00f6nnen, und sich zu freuen, dass sich alles bestens gef\u00fccht hat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sinn oder Unsinn des Bloggens. Ich k\u00f6nnte jetzt auch auf der Stra\u00dfe sein und den ein oder anderen Chilenen ein Ohr abknabbern. So sitze ich lieber in einem Hotelzimmer und schreibe an meine liebe, bekannte Onlineleserschaft. 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