{"id":397,"date":"2016-12-04T06:30:40","date_gmt":"2016-12-04T04:30:40","guid":{"rendered":"https:\/\/thewayishappinessblog.wordpress.com\/?p=397"},"modified":"2017-10-17T12:48:37","modified_gmt":"2017-10-17T10:48:37","slug":"meine-neuen-freunde","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/radness.de\/?p=397","title":{"rendered":"Meine neuen Freunde."},"content":{"rendered":"<div class='polaroid-gallery galleryid-397' style='width:510px;'>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/radness.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/dsc_3942-1024x678.jpg\" title=\"dsc_3942\" rel=\"polaroid_1044051060\" class=\"polaroid-gallery-item showcaption\"><span class=\"polaroid-gallery-image\" title=\"\" style=\"background-image: url(https:\/\/radness.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/dsc_3942-150x150.jpg); width: 150px; height: 150px;\"><\/span><\/a>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/radness.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/dsc_3946-1024x678.jpg\" title=\"dsc_3946\" rel=\"polaroid_1044051060\" class=\"polaroid-gallery-item showcaption\"><span class=\"polaroid-gallery-image\" title=\"\" style=\"background-image: url(https:\/\/radness.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/dsc_3946-150x150.jpg); width: 150px; height: 150px;\"><\/span><\/a>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/radness.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/dsc_3959-1024x678.jpg\" title=\"dsc_3959\" rel=\"polaroid_1044051060\" class=\"polaroid-gallery-item showcaption\"><span class=\"polaroid-gallery-image\" title=\"\" style=\"background-image: url(https:\/\/radness.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/dsc_3959-150x150.jpg); width: 150px; height: 150px;\"><\/span><\/a>\n\t\t\t<br style=\"clear: both;\" \/>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/radness.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/dsc_3981-1-1024x678.jpg\" title=\"dsc_3981\" rel=\"polaroid_1044051060\" class=\"polaroid-gallery-item showcaption\"><span class=\"polaroid-gallery-image\" title=\"\" style=\"background-image: url(https:\/\/radness.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/dsc_3981-1-150x150.jpg); width: 150px; height: 150px;\"><\/span><\/a>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/radness.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSC_3962-1024x678.jpg\" title=\"DSC_3962\" rel=\"polaroid_1044051060\" class=\"polaroid-gallery-item showcaption\"><span class=\"polaroid-gallery-image\" title=\"\" style=\"background-image: url(https:\/\/radness.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSC_3962-150x150.jpg); width: 150px; height: 150px;\"><\/span><\/a>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/radness.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSC_3970-1024x678.jpg\" title=\"DSC_3970\" rel=\"polaroid_1044051060\" class=\"polaroid-gallery-item showcaption\"><span class=\"polaroid-gallery-image\" title=\"\" style=\"background-image: url(https:\/\/radness.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSC_3970-150x150.jpg); width: 150px; height: 150px;\"><\/span><\/a>\n\t\t\t<br style=\"clear: both;\" \/><\/div>\n\n<p>Achtung, Achtung, Hinweis: Der visuell veranlagte, photophile Leser m\u00f6ge bitte den soeben erstellten Eintrag mit Skurrilit\u00e4ten vom Wegesrand beachten, der weiter unten zu finden ist.<\/p>\n<p>Ansonsten darf ich vorstellen: Christian, Michael und Leonardo, meine neuen Freunde, die mich mit Pan, Carne, Cerveza und netten Gespr\u00e4chen unterst\u00fctzten. Weiter vorne, im Handlungsstrang, hatte ich \u00fcberlegt, wie ich die 270 Kilometer von Concepcion nach Temuco aufteilen k\u00f6nnte. Ein Campingplatz war f\u00fcr Angol eingezeichnet, sowohl bei Google als auch OSM (Open Street Map) nach 147 Kilometern, der andere in dem kleinen Ort Ercilla an der Ruta 5, nach circa 185 Kilometern und nur auf Google. Was das wohl zu bedeuten h\u00e4tte?<\/p>\n<p>Ganz spontan, die Leserschaft kennt mich mittlerweile, entschied ich mich nach 147 Kilometern noch ein weiter zu Variante 2 zu fahren. Ich war gut vorbereitet und hatte einen Screenshot von der Google-Karte gemacht. Das Schlimmste schien schon \u00fcberstanden, den gegen halb vier sollte das Thermometer sich allm\u00e4hlich wieder gen Normalwerte bewegen. Alles im Lot, also!<\/p>\n<p>Gegen halb sechs, im Ort Ercilla, ein verschlafenes Nest, angekommen, war auf der Willkommenstafel tats\u00e4chlich ein Zelt zu finden. Ich fuhr zum Gem\u00fcse- und Obsth\u00e4ndler und kaufte Tomaten und Bananen. Alles anderem schien die Hitze nicht bekommen zu haben. Da erkundigte ich mich, ich erinnere an das Dreiwortspanisch, nach einem Camping und zeigte auf den Screenshot. Der H\u00e4ndler gab an, das er keine Ahnung habe. Erst der hinzugezogene Kumpel erz\u00e4hlte irgendetwas von &#8222;dort nicht, aber erst links, dann vier Bl\u00f6cke geradeaus, dann Fluss mit Br\u00fccke, dann irgendetwas.&#8220; Gut, ich konnte mich dem Ziel n\u00e4heren. Einen Rasenm\u00e4hermann habe ich als n\u00e4chstes gefragt. &#8222;Ja, weiter oben in Richtung der Ruta 5, circa 4 Kilometer von hier. Im Ort g\u00e4be es auch eine Unterkunft.&#8220; Weiter wollte ich zun\u00e4chst das Camping suchen. Und tats\u00e4chlich war einen Kilometer sp\u00e4ter ein Schild hinter einem Strauch zu sehen: &#8222;Camping in circa 2,5 Kilometern&#8220;. Es ging \u00fcber ein Bahngleis. Ein Zug war in n\u00e4herer Ferne zu erkennen, aber er kam nicht. Dann ausgewaschener Schotterweg. Ich rechnete schon damit, dass es auf Schotter l\u00e4nger dauern w\u00fcrde. Nach einer kurzen Weile wurden die Schl\u00e4ge am Hinterrad immer h\u00e4rter, und der pr\u00fcfenden Blick verriet einen zunehmenden Plattfu\u00df. Ich versuchte das Camping noch rasch zu erreichen, ich m\u00fcsste ja fast dort sein, erst noch fahrend, dann schiebend, um das Hinterrad zu entlasten. Es half nichts. Die Luft entwich und ich musste den Schlauch wechseln oder flicken, um mir nicht Schlauch, Mantel oder gar Felge zu ruinieren. Mit dem Gep\u00e4ck am Hinterrad ist das eben so eine Sache! Rasch ging der Mantel herunter, der Schlauch heraus und das Loch war zu identifizieren, um nach Vulkanisieren einen Flicken drauf zu pappen. Der \u00dcbelt\u00e4ter war ein d\u00fcnner Metalldorn, der sich entfernen lie\u00df. Dann ging jedoch das Gefrette los: Ein Schwalbe Marathon eben! Nach einem zerbrochenen Reifenheber, viel Kraftaufwand und noch mehr Gefluche konnte ich weitereiern. Ich fuhr an einem Bauernhof, und wurde von den Hunden begr\u00fc\u00dft: Freundlich? Die Hunde verstehe ich noch weniger als die Chilenen. Zumindest bissen sie nicht. Ein \u00e4lteres Bauernpaar wollte dann auch noch allerhand pr\u00fcfend wissen, ehe es weiterging. Nach sechs, anstatt 2,5 Kilometern, war ich gegen sieben endlich angekommen. Verflucht hatte ich meine Entscheidung weiterzufahren, bis dato, unz\u00e4hlige Male.<\/p>\n<p>Bis dato! Der Campingplatz war wundersch\u00f6n an einem Fluss gelegen. Touristen verirrten sich hierher nicht, oder kaum. Die Einheimischen nutzten den Platz zum Grillen und Angeln. So auch eine Familie mit zwei Halbw\u00fcchsigen und zwei Dreiviertelw\u00fcchsige. Die Halbw\u00fcchsigen fanden sofort Interesse an mir und halfen beim Zeltaufbau und beim Kochen. Ob Hilfe oder Last; ich hatte Schwierigkeiten es nach 195 Kilometern abends um sieben mit mir auszumachen. Die Dreiviertelw\u00fcchsigen waren beim Angeln erfolgreich und wollten mir die Kleinere zweier Forellen schenken. Ich musste ablehnen, nat\u00fcrlich, da mir das Fisch-Zusatzset f\u00fcr meinen Trangia-Kocher fehlt, der nur auf Pasta und Reis ausgelegt ist. Bald verschwanden die beiden Gruppen und ich machte mich auf einen Abend in trauter Zweisamkeit mit meinem Kopf und mir bereit &#8211; ehe eben Christian, Michael und Leonardo eintrafen.<\/p>\n<p>In einem orientierenden Gespr\u00e4ch &#8211; irgendwie muss man ja abkl\u00e4ren, ob man den Menschen trauen kann oder sein Zelt besser wieder abbaut &#8211; erwiesen sie sich als sehr nett. Dar\u00fcberhinaus hatte die Polizeimarke von Christian durchaus einen beruhigenden Einfluss. Die drei, 30, 33 und 22 Jahre alt, Freunde, wollten die Nacht angeln. Wieso, habe ich nicht verstanden, denn sie hatten Fleisch und Bier f\u00fcr eine ganze, nicht nur halbe!, Fu\u00dfballmannschaft f\u00fcr drei Tage dabei. F\u00fcr mich wars gut. Nach 500 Gramm Nudeln und ein wenig Rei\u00df, sorgten Brot, Michael war \u00fcbrigens B\u00e4cker, Rind und H\u00e4hnchen, mit etwas Bier gesp\u00fclt daf\u00fcr, dass ich sehr, sehr gut schlafen konnte. Und nat\u00fcrlich tat das auch die Polizeimarke! Versprochen hatten mir die drei auch eine Wegzehrung f\u00fcr den n\u00e4chsten Tag. Und in der Tat hatten sie Brot und zwei H\u00e4ndchenschlegel \u00fcber gelassen.<\/p>\n<p>\u00dcber diesen n\u00e4chsten Tag g\u00e4be es noch viel zu berichten. Da der Zimmernachbar scheinbar zum Schnarchen aufh\u00f6rt, kann ich es kurz machen: H\u00e4hnchen und Brot nach 15 Kilometer Fahrt verspeist. Hungerast bei Kilometer 55 mit zwei Eis, einer Packung Kekse und einem Liter Sprite geheilt. Von einem Triathleten mit nicht nur dicken Waden auf Zeitfahrrad kurz vor der rettenden Pause \u00fcberholt. Georgia and Brody, \u00a0zwei Australier, die vor drei Tagen gestartet sind bei der n\u00e4chsten Pause bei Copec bei Kilometer 75 eingesammelt. Gemeinsam nach Temuco geradelt und Quartier bezogen. Dann Erleuchtungen, ja gleich mehrere beim Einkaufen: Neue Reifenheber, die fehlende Touristelkarte, die ich zwei Wochen gesucht habe, und einen Ersatzgriff f\u00fcr meinen Topf, den ich drei Wochen gesucht habe. Alles in weniger als 45 Minuten. Ich meine, im Trekking-Touring-Schlaraffenland zu sein, oder zumindest sehr nah. Aber Schluss jetzt, auch wenn&#8230;, Schluss jetzt!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Achtung, Achtung, Hinweis: Der visuell veranlagte, photophile Leser m\u00f6ge bitte den soeben erstellten Eintrag mit Skurrilit\u00e4ten vom Wegesrand beachten, der weiter unten zu finden ist. 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