{"id":4586,"date":"2018-05-28T23:53:21","date_gmt":"2018-05-28T21:53:21","guid":{"rendered":"https:\/\/radness.de\/?p=4586"},"modified":"2018-05-28T23:53:21","modified_gmt":"2018-05-28T21:53:21","slug":"halluzinationen-konfusionen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/radness.de\/?p=4586","title":{"rendered":"Halluzinationen &#038; Konfusionen."},"content":{"rendered":"<div class='polaroid-gallery galleryid-4586' style='width:510px;'>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/radness.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/IMG_20180526_064602-1024x768.jpg\" title=\"IMG_20180526_064602\" rel=\"polaroid_1674267811\" class=\"polaroid-gallery-item showcaption\"><span class=\"polaroid-gallery-image\" title=\"\" style=\"background-image: url(https:\/\/radness.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/IMG_20180526_064602-150x150.jpg); width: 150px; height: 150px;\"><\/span><\/a>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/radness.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/IMG_20180526_075909-1024x768.jpg\" title=\"IMG_20180526_075909\" rel=\"polaroid_1674267811\" class=\"polaroid-gallery-item showcaption\"><span class=\"polaroid-gallery-image\" title=\"\" style=\"background-image: url(https:\/\/radness.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/IMG_20180526_075909-150x150.jpg); width: 150px; height: 150px;\"><\/span><\/a>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/radness.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/IMG_20180526_075912-1024x768.jpg\" title=\"IMG_20180526_075912\" rel=\"polaroid_1674267811\" class=\"polaroid-gallery-item showcaption\"><span class=\"polaroid-gallery-image\" title=\"\" style=\"background-image: url(https:\/\/radness.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/IMG_20180526_075912-150x150.jpg); width: 150px; height: 150px;\"><\/span><\/a>\n\t\t\t<br style=\"clear: both;\" \/>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/radness.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/IMG_20180527_104549-768x1024.jpg\" title=\"IMG_20180527_104549\" rel=\"polaroid_1674267811\" class=\"polaroid-gallery-item showcaption\"><span class=\"polaroid-gallery-image\" title=\"\" style=\"background-image: url(https:\/\/radness.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/IMG_20180527_104549-150x150.jpg); width: 150px; height: 150px;\"><\/span><\/a>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/radness.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/IMG_20180527_104553-768x1024.jpg\" title=\"IMG_20180527_104553\" rel=\"polaroid_1674267811\" class=\"polaroid-gallery-item showcaption\"><span class=\"polaroid-gallery-image\" title=\"\" style=\"background-image: url(https:\/\/radness.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/IMG_20180527_104553-150x150.jpg); width: 150px; height: 150px;\"><\/span><\/a>\n\t\t\t<br style=\"clear: both;\" \/><\/div>\n\n<p>Unser Hirn, und nicht nur Ch. Beyers, ist erstaunlich: Es lernt essen, schreiben und Fahrrad fahren. Es lernt fr\u00e4nkisch, englisch und als zweite Fremdsprache deutsch. Es lernt lieben, lachen und lustig sein. Und schlie\u00dflich lernt es, sich die Dinge so hinzudrehen, wie es ihm recht ist, oder uns.<\/p>\n<p>Das Hindrehen, oder sollte Ch. Beyer schreiben das &#8222;Hirndrehen&#8220;, manifestiert sich verschiedenst: Der Schwarzmaler malt schwarz und der Optimist wei\u00df. Das Glas ist halb\u00a0voll oder schon zur H\u00e4lfte ausgetrunken. Nicht wahr? Was schreibt Ch. Beyer f\u00fcr einen Unsinn! Der sinnige Leser kennt das gewiss alles.<\/p>\n<p>Nun kommt es gelegentlich vor, dass das Hirn nicht nur in Farbe oder Schwarz-Wei\u00df malt, sondern Dinge gar nicht erst in Farbe tunkt, sondern gleich wegradiert, oder andere Dinge\u00a0hinzubastelt. Das gilt nicht f\u00fcr Bilder, sondern auch f\u00fcr T\u00f6ne und Ger\u00e4usche, Ger\u00fcche und Gestank sowie Empfindungen. Und hier kommen wir dem springenden Punkt schon n\u00e4her: Ch. Beyer glaubt n\u00e4mlich, dass ihm die Bedienung 2\u00a0am vergangenen Sonntag in einem Erlanger Biergarten etwas oder jemand an seinen Tisch\u00a0hinzu halluzinierte. Doch ganz sicher sein kann er sich nicht.<\/p>\n<p>Die Geschichte, damit sich der Leser seine eigene Halluzination machen kann, trug sich wie folgt zu: Nach ergiebiger, nicht unerheblicher und mit M\u00fcdigkeit, Hunger und Durst verbundener Anstrengung auf dem Rad bog Ch. Beyer am Ende seiner Ausfahrt zu jenem Erlanger Biergarten ab. Es war nachmittags um drei und gleichzeitig Bergkirchweih, so dass bei sch\u00f6nsten Wetter noch viele Tische frei waren. Anderseits w\u00e4re es anders herum auch nicht schlimm gewesen, denn die anderen Biergartenbesucher, die es nicht gab und nun hinzu halluziniert werden m\u00fcssten, h\u00e4tten schon Platz gemacht. Die hauteigene Keimflora hatte ausreichend Zeit und N\u00e4hrmedium gehabt, um zu inkubieren.<\/p>\n<p>Jedenfalls, nachdem Ch. Beyer sein Rad in seiner Blickrichtung platziert hatte, fand er zugleich ein sch\u00f6nes Pl\u00e4tzchen an Tisch &#8222;13&#8220;. Diesen okkupierte Ch. Beyer in deutscher Manier, zwar nicht mit Handtuch aber mit\u00a0abgeranzter Radflasche inklusive Wasser-Cola-Pl\u00f6rre. Daraufhin begab er sich zur Sch\u00e4nke und bestellte ein alkoholfreies Wei\u00dfbier, einen Schweinebraten mit Salat und einen Thunfischsalat. Das alkoholfreie Weizen gebot sich, da der Blutzucker bei gesch\u00e4tzten 23 mg\/dl und das Ethanol wohl h\u00e4tte Schlimmes anrichten k\u00f6nnen. Die doppelte Portion\u00a0Salat gebot sich, da Ch. Beyer nach unz\u00e4hligen Snickers, Twixs, Marss und Pickups glaubte, dem Ganzen nun viele gr\u00fcne Basen entgegen zu stellen. Naja, daran glaubte er nat\u00fcrlich nicht, aber er wollte keinen hochkalorischen S\u00fc\u00dfkram mehr essen.<\/p>\n<p>Das Wei\u00dfbier gab&#8217;s sofort an der Sch\u00e4nke und das Essen sollte geliefert werden. Der &#8222;frisch&#8220; zubereitete Schweinebraten mit zwei Klos wurde 2:30 min sp\u00e4ter von Bedienung\u00a01\u00a0angeliefert.\u00a0Bei diesem Tempo h\u00e4tte\u00a0nicht einmal McDo mithalten k\u00f6nnen. Ch. Beyer&#8217;s Hunger war es aber recht. Weitere 3:45 min sp\u00e4ter brachte Bedienung 2 den Thunfischsalat, als es eben zu diesem merkw\u00fcrdigem Vorfall mit positiver Halluzination kam.<\/p>\n<p>Also nicht, dass dieser Vorfall nun von gr\u00f6\u00dfter Bedeutung w\u00e4re, doch berichten m\u00f6chte ihn Ch. Beyer schon: Bedienung 2 guckte Ch. Beyer an. Ch. Beyer guckte Bedienung 2 an und l\u00e4chelte verschmitzt. Sie guckte unsicher zur\u00fcck. Nach links, nach rechts. Oben und unten eher nicht. Guckte nochmals zu Ch. Beyer. Der guckte freundlich zur\u00fcck. Und dann stellte sie den Thunfischsalat auf den Platz gegen\u00fcber, also en face, von Ch. Beyer. Als ob da jemand s\u00e4\u00dfe. Als ob sie da jemand hingesetzt h\u00e4tte. Hinhalluziniert.<\/p>\n<p>Was hat denn die gute Frau erwartet? Einen weiteren Radfahrer? Na den h\u00e4tte sie gerochen! Eine weibliche Begleitung, da ein Salat bestellt war? \u00c4u\u00dferst unwahrscheinlich: Ch. Beyer erinnert an die Inkubation der Hautflora!\u00a0Einen Mentor oder Coach, der mit Ch. Beyer die Ausfahrt Revue passieren l\u00e4sst: Also ich bitte Sie. Das hat Ch. Beyer wirklich nicht n\u00f6tig!\u00a0Es war offensichtlich, dass der Salat auch von und f\u00fcr Ch. Beyer bestimmt war. Doch Bedienung 2 nahm etwas oder jemanden anderes war.<\/p>\n<p>Nun, und hier liegt der Hund begraben, was war schon wahr und ist es. Vielleicht halluzinierte Ch. Beyer die Persona incognita einfach weg. In dem Zustand seiner geistigen Umnachtung hatte seine bewusste Steuerzentrale die Kontrolle \u00fcber das Unbewusste schon l\u00e4ngst\u00a0verloren gehabt. Da w\u00e4re vieles m\u00f6glich gewesen. Daher stellen sich nat\u00fcrlich die Fragen, was wahr war und was ist und wer den Salat isst bzw. a\u00df.<\/p>\n<p>Also noch ein wenig zur\u00fcck, um den verlorenen Faden wieder zu finden. Was war bis dato passiert? Ch. Beyer hatte sich Samstag gegen 8 Uhr aufs Rad gesetzt und bis Sonntag gegen 15 Uhr wechselweise getreten, getrunken und gegessen. Ausnahmsweise nicht allein, sondern mit etlichen Randonneur-Mitstreitern aus Nordbayern. Die meisten der Gattung\u00a0d\u00fcnne Beinchen und kleines B\u00e4uchen, im\u00a0Schnitt zwischen 40 und 60 Jahre alt. Fortfolgend haben Sonneneinstrahlung, Wasser- und Elektrolytverlust sowie Hypoglyk\u00e4mie Ch. Beyer das Radeln zur Anstrengung gemacht und w\u00e4ren allesamt alleine schon\u00a0Grund f\u00fcr eine\u00a0mittel- bis schwergradige Hirnorganst\u00f6rung gewesen.<\/p>\n<p>Dennoch kann sich Ch. Beyer sehr gut daran erinnern, dass sich Heidi und Karl, die Oberh\u00e4upter der Radonneursfamilie\u00a0Nordbayerns, im Sportheim des TSV Graben in der N\u00e4he von Treuchtlingen sehr liebevoll um alle Starter k\u00fcmmerten. Fr\u00fchst\u00fcck gab&#8217;s vorm Start und ein warmes Mittagessen bei R\u00fcckkehr. Getr\u00e4nke waren praktisch umsonst und die lobenden und aufmunternden Worte\u00a0kosteten nichts\u00a0und waren doch viel Wert.\u00a0Von Graben bei Treuchtlingen ging es schnurstracks in die Erlanger Heimat direkt in den Biergarten\u00a0zum Wei\u00dfbier, Schweinebraten und\u00a0Thunfischsalat. Mehr war auch nicht gewesen, oder erinnerlich.<\/p>\n<p>Um der Sache\u00a0nun doch ein schnelles\u00a0Ende zu bereiten, so\u00a0unterstellt Ch. Beyer Bedienung 2 eine gute Intention, in dem\u00a0sie angenommen\u00a0hatte, dass er in Begleitung gewesen w\u00e4re. Und wenn\u00a0sie es vor lauter Annahme auch wirklich\u00a0halluzinierte?\u00a0Auch das w\u00e4re gut! Sch\u00f6ner w\u00e4re es nur gewesen, wenn\u00a0sie sich mit dazu gesetzt h\u00e4tte. Dann h\u00e4tte sie aber nicht halluzinieren d\u00fcrfen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unser Hirn, und nicht nur Ch. Beyers, ist erstaunlich: Es lernt essen, schreiben und Fahrrad fahren. Es lernt fr\u00e4nkisch, englisch und als zweite Fremdsprache deutsch. Es lernt lieben, lachen und lustig sein. Und schlie\u00dflich lernt es, sich die Dinge so hinzudrehen, wie es ihm recht ist, oder uns. Das Hindrehen, oder sollte Ch. 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