{"id":4671,"date":"2018-07-29T23:34:58","date_gmt":"2018-07-29T21:34:58","guid":{"rendered":"https:\/\/radness.de\/?p=4671"},"modified":"2018-07-29T23:34:58","modified_gmt":"2018-07-29T21:34:58","slug":"eine-hommage-an-die-dot-watchers","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/radness.de\/?p=4671","title":{"rendered":"Eine Hommage an die Dot Watchers."},"content":{"rendered":"<div class='polaroid-gallery galleryid-4671' style='width:510px;'>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/radness.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/DSC_4544sw.-1024x683.jpg\" title=\"DSC_4544sw.\" rel=\"polaroid_65499891\" class=\"polaroid-gallery-item showcaption\"><span class=\"polaroid-gallery-image\" title=\"\" style=\"background-image: url(https:\/\/radness.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/DSC_4544sw.-150x150.jpg); width: 150px; height: 150px;\"><\/span><\/a>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/radness.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/DSC_4541sw.-1024x576.jpg\" title=\"DSC_4541sw.\" rel=\"polaroid_65499891\" class=\"polaroid-gallery-item showcaption\"><span class=\"polaroid-gallery-image\" title=\"\" style=\"background-image: url(https:\/\/radness.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/DSC_4541sw.-150x150.jpg); width: 150px; height: 150px;\"><\/span><\/a>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/radness.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/DSC_4579sw.-1024x683.jpg\" title=\"DSC_4579sw.\" rel=\"polaroid_65499891\" class=\"polaroid-gallery-item showcaption\"><span class=\"polaroid-gallery-image\" title=\"\" style=\"background-image: url(https:\/\/radness.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/DSC_4579sw.-150x150.jpg); width: 150px; height: 150px;\"><\/span><\/a>\n\t\t\t<br style=\"clear: both;\" \/><\/div>\n\n<p>Schreiben wir nicht lange um den hei\u00dfen Brei: Langstreckenradrennen, die Bikepacking Trans Germany inklusive,\u00a0sind per se langweilig.\u00a0Es geht ums Radfahren, Radfahren, Radfahren, Essen,\u00a0Kacken, Schlafen und\u00a0Radfahren. Das Pinkeln kann sich der ge\u00fcbte Langstreckenfahrer weitestgehend sparen, wenn es ihm gelingt, die Fl\u00fcssigkeitseinfuhr mit der Perspiratio in Balance zu halten. Nicht, dass das gut f\u00fcr die Nierenfunktion\u00a0w\u00e4re, aber es spart\u00a0Zeit.\u00a0Ja, Ch. Beyer h\u00f6rt den BZ aus F schon mahnen, man k\u00f6nne auch auf oder vom dem Rad gut pinkeln. Es g\u00e4be da exzellente\u00a0Techniken.\u00a0Und\u00a0Ch. Beyer meint, dass wird schon so sein.\u00a0Nur tun ihm schon allein beim Gedanken an erdenkliche Malheure, die bei einem derartigen Man\u00f6ver geschehen k\u00f6nnen, die \u00e4u\u00dferen Fortpflanzungsorgane weh.<\/p>\n<p>Doch zur\u00fcck zum Ausgangspunkt. Verglichen zu klassischen Radtouren auf der Stra\u00dfe oder \u00fcber Stock und Stein, wo immer wieder Zeit zum Entdecken und Erleben bleibt, bieten Langstreckenrennen wenig Abwechslung. Ganz anders verh\u00e4lt es sich aber anscheinend im Verfolgen derartiger Langstreckenrennen: W\u00e4hrend bei Ch. Beyer und seinem Companion Ben Steurbaut die mittag- und nachmitt\u00e4glichen Stunden kaum vergehen wollten, liefen bei den Dot Watchers die Leitungen hei\u00df. Da wurden die Punkte verfolgt, das Replay f\u00fcnfmal bet\u00e4tigt, kommentiert, diskutiert und hei\u00dft spekuliert. Und das im Sekundentakt. Nicht das Ch. Beyer das w\u00e4hrend des Rennens h\u00e4tte mitbekommen k\u00f6nnen, denn er hielt es mit den Gr\u00f6\u00dfen seines Sportes Mike Hall und Kristof Allegaert und konzentrierte sich darauf, die Kurbel immer und immer wieder herumzuwuchten. Das Mobiltelefon blieb derweil im Flugmodus. Nur w\u00e4hrend des kurzen Aufenthalts am Erlanger D\u00f6nerladen und nach Ende des Rennens in der Rennnachbesprechung mit den Freunden und Gef\u00e4hrten, erfuhr er von den eifrigen Onlineaktivit\u00e4ten der Dot Watcher Community.<\/p>\n<p>Und das, liebe Leserinnen und Leser, erf\u00fcllte ihn mit Freude und Stolz.\u00a0Ganz ehrlich, manchmal\u00a0\u00fcberlegte er, ob es retrospektiv\u00a0nicht auf der anderen Seite, der Virtuellen, der bei den Dot Watchers, spannender gewesen w\u00e4re als die Bikepacking Trans Germany in echt zu fahren. Beispielshaft wurden\u00a0Ch. Beyer\u00a0folgende Geschichten aus der Dot Watcher Community zugetragen:<\/p>\n<ul>\n<li>Einige Dot Watchers h\u00e4tten n\u00e4chtliche Toiletteng\u00e4nge dazu genutzt, den aktuellen Rennverlauf zu verfolgen. Eigentlich h\u00e4tten sie gar nicht aufs Klo gemusst.<\/li>\n<li>Das Team 4WeizenCycling, selbst auf gro\u00dfer Tour in den franz\u00f6sischen Alpen, w\u00e4re an den gro\u00dfen Alpenp\u00e4ssen mehr mit der Verfolgung der Online-Punkte besch\u00e4ftigt als mit der Verfolgung auserw\u00e4hlter Konkurrenten. Wie sonst h\u00e4tte Ihnen Simon Geschke, Team Sunweb,\u00a0auf der Abfahrt davon fahren k\u00f6nnen.<\/li>\n<li>Hei\u00df diskutiert wurde eine Szene an einem Supermarkt in F\u00fcrstenwalde: Der Ch. Beyer-Punkt und der Ben Steurbaut-Punkt lagen 15 m auseinander. Die Hypothese war, dass sich die beiden h\u00e4tten nicht mehr riechen k\u00f6nnen, was im weitesten Sinne stimmte. Als Ch. Beyer nach der zweiten Einkaufsrunde den Supermarkt verlie\u00df, vermisste er seinen Companion, dessen Rad noch vor Ort stand. Er guckte ums Eck und sah Ben Steurbaut im Geb\u00fcsch sitzen. Dieser hatte ein entspanntes L\u00e4cheln aufgesetzt und winkte mit einer Rolle Klopapier.<\/li>\n<li>BK auf F, nachdem er ma\u00dfgeblich am Aufsp\u00fcren von Ch. Beyer und Ben Steurbaut um und in Erlangen beteiligt war, h\u00e4tte sich\u00a0am darauf folgenden Tag\u00a0mit dem Auto auf die Suche des Drittplatzierten gemacht, was er erst nach einer Stunde Erfolglosigkeit aufgegeben habe.<\/li>\n<li>Selbst in der Chefarzt-Whatsapp-Gruppe liefen stetig Beitr\u00e4ge ein, wo man doch meinen k\u00f6nnte, dass diese Dot Watchers nun wirklich Besseres zu tun gehabt h\u00e4tten.<\/li>\n<li>Teilnehmer eines Kursus f\u00fcr Palliativmedizin in N\u00fcrnberg h\u00e4tten mehr\u00a0vom Rennverlauf\u00a0als vom Kursinhalt mitbekommen.<\/li>\n<li>Auch an einer N\u00fcrnberger Schule h\u00e4tte sich das Lehrerkollegium um einen Rechner versammelt, nachdem AS aus E seinen Kollegen erkl\u00e4rt hatte, worum es ging und dass er das humane \u00c4quivlant zu einem dieser Punkte sehr gut kenne.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Ch. Beyer ist ehrlich. G\u00e4nzlich kann er sich diese Welle der Begeisterung noch nicht erkl\u00e4ren. Er fragt sich, ob dieses Punkteverfolgen, was die mediale Abdeckung des Sportevents aufs Wesentlichste reduziert, der &#8222;Generation Whatsapp&#8220; irgendwie entgegen kommt.\u00a0Eine\u00a0Live\u00fcbertragung in Bild und Ton b\u00f6te doch viel mehr.\u00a0Oder ist es gerade die Reduktion der Information, die es dem Dot Watcher erlaubt, seinen eigenen Gedanken freien Lauf zu lassen und die Bewegung der Punkte wie ein Schamane zu deuten. Verh\u00e4lt es sich analog zum Lesen eines guten Buches, wo der Phantasie des Lesers viel mehr Freiheitsgrade einger\u00e4umt werden, als der Phantasie des Kinobesuchers, der die entsprechende\u00a0Verfilmung sieht?<\/p>\n<p>Eines ist sich Ch. Beyer jedoch ziemlich sicher. Einige Vorreiter unter den Dot Watchers, die Dot Watchers der ersten Stunde, beziehungsweise die &#8222;First Followers&#8220;, haben das Rad erst richtig ins Rollen gebracht. Sie haben die Punktewolke einiger Verr\u00fcckter in ein geniales Sportevent gewandelt. Ihnen gilt ganz besonderer Dank. Und ehe Ch. Beyer versucht, die bedeutende Rolle der &#8222;First Followers&#8220; zu erkl\u00e4ren, m\u00f6chte er auf folgenden exzellenten TED Talk verweisen. Unbedingt sehenswert!<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" width=\"700\" height=\"394\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/RXMnDG3QzxE?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"autoplay; encrypted-media\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ganz generell m\u00f6chte Ch. Beyer an dieser Stelle gro\u00dfen Dank an alle Dot Watchers richten. Genauso gilt Ch. Beyers Dank auch seinen treuen Lesern und Kommentatoren. Den Freunden und der Familie. Ja, also quasi allen gilt sein Dank. Doch das ist nicht trivial! Gerade die Ideen f\u00fcr das n\u00e4chste Microadventure, sowie die Inspirationen f\u00fcr\u00a0n\u00e4chsten Beitrag auf dieser Seite stammen h\u00e4ufig aus jenem Umfeld. Ch. Beyer hofft, dass es den Ideengebern klar ist, dass er sich erst den Kopf \u00fcber diese neuen Eingebungen zerbricht, ehe er sie hier online\u00a0beleuchtet. Ch. Beyer wei\u00df es sehr zu sch\u00e4tzen, dass er sich nicht im geistigen Niemandsland herumtreibt, sondern in einem Garten Eden vieler kreativer K\u00f6pfe.<\/p>\n<p>Zuletzt hofft Ch. Beyer, dass sich der ein oder andere Dot Watcher oder Leser ein Scheibchen Motivation und Inspiration von den hier vorgestellten Microadventures abschneiden kann. Es muss nicht die Bikepacking Trans Germany 2019 werden, aber vielleicht das zus\u00e4tzliche Schleifchen auf der n\u00e4chsten Radtour, der zus\u00e4tzliche Kilometer beim Waldlauf oder die n\u00e4chste Nacht unter den Sternen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schreiben wir nicht lange um den hei\u00dfen Brei: Langstreckenradrennen, die Bikepacking Trans Germany inklusive,\u00a0sind per se langweilig.\u00a0Es geht ums Radfahren, Radfahren, Radfahren, Essen,\u00a0Kacken, Schlafen und\u00a0Radfahren. Das Pinkeln kann sich der ge\u00fcbte Langstreckenfahrer weitestgehend sparen, wenn es ihm gelingt, die Fl\u00fcssigkeitseinfuhr mit der Perspiratio in Balance zu halten. 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