{"id":538,"date":"2016-12-13T01:08:35","date_gmt":"2016-12-12T23:08:35","guid":{"rendered":"https:\/\/thewayishappinessblog.wordpress.com\/?p=538"},"modified":"2017-10-17T12:35:34","modified_gmt":"2017-10-17T10:35:34","slug":"friede-freude-apfelstrudel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/radness.de\/?p=538","title":{"rendered":"Friede, Freude, Apfelstrudel."},"content":{"rendered":"<div class='polaroid-gallery galleryid-538' style='width:510px;'>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/radness.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSC_4719-1024x678.jpg\" title=\"DSC_4719\" rel=\"polaroid_1790277564\" class=\"polaroid-gallery-item showcaption\"><span class=\"polaroid-gallery-image\" title=\"\" style=\"background-image: url(https:\/\/radness.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSC_4719-150x150.jpg); width: 150px; height: 150px;\"><\/span><\/a>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/radness.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSC_4768-1024x678.jpg\" title=\"DSC_4768\" rel=\"polaroid_1790277564\" class=\"polaroid-gallery-item showcaption\"><span class=\"polaroid-gallery-image\" title=\"\" style=\"background-image: url(https:\/\/radness.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSC_4768-150x150.jpg); width: 150px; height: 150px;\"><\/span><\/a>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/radness.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSC_4778-1024x678.jpg\" title=\"DSC_4778\" rel=\"polaroid_1790277564\" class=\"polaroid-gallery-item showcaption\"><span class=\"polaroid-gallery-image\" title=\"\" style=\"background-image: url(https:\/\/radness.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSC_4778-150x150.jpg); width: 150px; height: 150px;\"><\/span><\/a>\n\t\t\t<br style=\"clear: both;\" \/>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/radness.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSC_4786-1024x678.jpg\" title=\"DSC_4786\" rel=\"polaroid_1790277564\" class=\"polaroid-gallery-item showcaption\"><span class=\"polaroid-gallery-image\" title=\"\" style=\"background-image: url(https:\/\/radness.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSC_4786-150x150.jpg); width: 150px; height: 150px;\"><\/span><\/a>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/radness.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSC_4802-1024x678.jpg\" title=\"DSC_4802\" rel=\"polaroid_1790277564\" class=\"polaroid-gallery-item showcaption\"><span class=\"polaroid-gallery-image\" title=\"\" style=\"background-image: url(https:\/\/radness.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSC_4802-150x150.jpg); width: 150px; height: 150px;\"><\/span><\/a>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/radness.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSC_4820-1024x678.jpg\" title=\"DSC_4820\" rel=\"polaroid_1790277564\" class=\"polaroid-gallery-item showcaption\"><span class=\"polaroid-gallery-image\" title=\"\" style=\"background-image: url(https:\/\/radness.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSC_4820-150x150.jpg); width: 150px; height: 150px;\"><\/span><\/a>\n\t\t\t<br style=\"clear: both;\" \/><\/div>\n\n<p><em>Tag 2<\/em> begann mit einem gemeinsamen Fr\u00fchst\u00fcck mit der Backpacker Community, wovor ich mich an\u00a0<em>Tag 1\u00a0<\/em>noch gedr\u00fcckt hatte. Da hatte ich auch noch gen\u00fcgend Kekse. Fairerweise sollte ich einwerfen, dass ich mich beim gemeinsamen Fr\u00fchst\u00fcck auf meinen geliebten Beobachterposten zur\u00fcckgezogen hatte und der Backpacker-Jugend beim Fr\u00fchst\u00fcck beiwohnte. Und da fiel mir dieses Schild auf, das ich an <em>Tag 1\u00a0<\/em>noch nicht hatte sehen k\u00f6nnen, da ich im Gemeinschaftsraum nicht gewesen war. Da stand also schwarz auf wei\u00df, was ich an\u00a0<em>Tag 1\u00a0<\/em>gemutma\u00dft hatte, aus meiner satirischen Intuition heraus. Da stand also: &#8222;Please clean your dishes. Your mother is not here to do so.&#8220;\u00a0\u00a0Und nat\u00fcrlich auch in Spanisch. Da musste ich nicht nur innerlich breit grinsen! Aber wirklich, eigentlich sind sie ganz nett, die Backpacker. Den \u00fcbrigen Tag habe ich sie leider kaum gesehen.<\/p>\n<p>Da ich noch wegen des Cruce de lagos oder lake crossing, welches ich wegen des besser vorhergesagten Wetters und des Preises von 98 USD f\u00fcr morgen gebucht hatte, hatte ausharren m\u00fcssen, hatte ich noch einen Tag zum Vertr\u00f6deln.\u00a0W\u00e4hrend gestern mein innigster Wunsch war m\u00f6glichst viel Zeit in domo zu verbringen, wobei durchaus sein k\u00f6nnte, dass es nicht nur am schlechten Wetter, sondern auch an einer gewissen M\u00fcdigkeit meinerseits, auch wenn die Beine selbstverst\u00e4ndlich gut gewesen w\u00e4ren, gelegen haben k\u00f6nnte, zog es mich heute wieder nach drau\u00dfen. &#8211; Gestern hatte ich ja schon mit den deutschen Dichtern und Denkern er\u00f6ffnet; das war jetzt zwei Thomas Mann-S\u00e4tze, die m\u00fcde Leser in den Schlaf bef\u00f6rdern k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Ein kleiner Spaziergang bot sich an und mein GPS, im Spanischen &#8222;Chepe-esse&#8220; ausgesprochen, wies mich gleich am \u00f6stlichen Ende der Stadt auf eine gestrichelt-gezackte Linie hin, zum Cerro Otto und danach zu zwei Sonnen, welche wohl Aussichtspunkte repr\u00e4sentieren sollten. Und was soll ich kurz und b\u00fcndig schreiben? Grandios! Landschaftlich sensationell, was die Bilder leider nur bedingt wiedergeben.<\/p>\n<p>Ein oder zwei Bemerkungen am Wegesrande h\u00e4tte ich schon noch: (1) Auf etlichen Abschnitten war ich auf MTB-Downhillstrecken unterwegs. Das Spazieren war bisweilen anstrengend und froh war ich, dass keine Downhillerer unterwegs waren. (2) Begegnet sind mir die Backpacker noch dreimal: nicht auf 25 Kilometer Wanderweg. Da war niemand! Sondern auf einer Zufahrtstra\u00dfe zum Berg, eingepfercht in einen Bus. Am Berg, wo sie bereits in Helm und Schutzgardarobe von einem Drillinstructor auf den wagemutigen Ropeswing eingestimmt, pardon eingeschrieen wurden (S.h. Bildmaterial). Und unten am Berg, an der Sommerrodelbahn, wie sch\u00f6n.<\/p>\n<p>Zum Abschluss des Spaziergangs bin ich erneut im Caf\u00e9 &#8222;Del turista&#8220; eingekehrt. Apfelstrudel gab es heute nicht. Nach sechs Stunden Spazierens fand ich Toast mit Schinken und K\u00e4se angemessener, zumal ich versuche, mich auf Weihnachten einzustimmen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-548\" src=\"https:\/\/thewayishappinessblog.files.wordpress.com\/2016\/12\/dsc_4638.jpg\" alt=\"dsc_4638\" width=\"4928\" height=\"3264\" \/><\/p>\n<p><em>Tag 1.\u00a0<\/em>Kehrtum und sofort wieder heraus, mein erster Reflex beim Eintreffen in San Carlos de Bariloche. Da waren sie, nicht vereinzelt und umweltvertr\u00e4glich, sondern in Heerscharen und voll bewaffnet: Wanderschuhe, Outdoor-Bekleidung, einen Riesenwanderrucksack und in Papier oder elektronisch die Bibel in der Hand, die sie &#8222;Lonely Planet&#8220; nennen. Es versteht sich, dass die Outdoorbekleidung noch nie die Natur gesehen hat, oder nur aus dem Reisebusfenster. Spezifische Details der Spezies sind ungewaschene, verfilzte Haare, die durch eine Art Stirnband geb\u00e4ndigt werden, die Packungen Organic Food produced by Nestle im Rucksack, wobei man f\u00fcr den Produzenten ganz genau hinsehen m\u00fcsste, und mannigfaltiger Holz- und Metallschmuck \u00fcberall am K\u00f6rper, den man auch als Siemensabfall durchgehen lassen k\u00f6nnte. Sie suchen nach authentischen Restaurants und Hostels, wobei &#8222;authentisch&#8220; hier die Bedeutung &#8222;verranzt&#8220; einnehmen sollte. Je verranzter desto besser! Dazu tragen sie aktiv bei: Die verfilzten Haare machen sich blendend im Abfluss und eine Klob\u00fcrste haben sie noch nie benutzt, denn zu Hause macht Mutti die Toilette sauber. Da der Trip sponsort by Vati ist, sollen die Hostels ruhig etwas kosten.<\/p>\n<p>Inmitten des Backpacker-Molochs Bariloche habe ich nun dennoch ein kleines Paradies f\u00fcr mich entdeckt: Das Caf\u00e9 &#8222;Del turista&#8220;. Es scheint das Pendant zum Erlanger Caf\u00e9 &#8222;Mengin&#8220; zu sein. Gediegen und gepflegt. Viel Licht. Schlie\u00dflich sieht die Kundschaft nicht mehr gut. H\u00f6fliche Bedienungen mit anst\u00e4ndiger Kleidung, rasiert und ohne unn\u00f6tigen Stecker in Nase und Lippe. Deutliche Aussprache, denn die Kundschaft h\u00f6rt nicht mehr ordentlich. Die Backpacker meiden das &#8222;r\u00fcckst\u00e4ndige&#8220; Caf\u00e9, die Alten und ich sch\u00e4tzen es. Die Schokoladentorte und der Apfelstrudel sind hervorragend.<\/p>\n<p>So komme ich bis zum Dienstag in Bariloche durch, ehe es \u00fcber das Cruce de Lagos zur\u00fcck nach Chile gehen soll. Dann kann ich mich noch kurz an den s\u00fcdlichen Seen tummeln, ehe es \u00fcber Puerto Montt auf die regnerische Insel Chilhoe und schlie\u00dflich auf die Careterra Austral gehen soll. Die F\u00e4hre von \u00a0Quellon auf Chilhoe nach Chaiten an der Careterra habe ich vorsorglich gebucht: 22.12. um 3:00 Uhr in der Fr\u00fche. Ich freue mich auf die Abenteuerstra\u00dfe.<\/p>\n<p>P.S. F\u00e4hre: Es geht nicht darum, einen weiteren Radtag zu gewinnen. Die F\u00e4hre f\u00e4hrt im Dezember nur zweimal die Woche und zwar um die fr\u00fche Uhrzeit.<\/p>\n<p>P.P.S. Bildmaterial: Auf fotografische Abbildung der Toiletten verzichtet der Autor bewusst, um dem Leser vor den heimischen Bildschirmen \u00dcbelkeitsanf\u00e4lle zu ersparen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tag 2 begann mit einem gemeinsamen Fr\u00fchst\u00fcck mit der Backpacker Community, wovor ich mich an\u00a0Tag 1\u00a0noch gedr\u00fcckt hatte. Da hatte ich auch noch gen\u00fcgend Kekse. Fairerweise sollte ich einwerfen, dass ich mich beim gemeinsamen Fr\u00fchst\u00fcck auf meinen geliebten Beobachterposten zur\u00fcckgezogen hatte und der Backpacker-Jugend beim Fr\u00fchst\u00fcck beiwohnte. 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