{"id":5989,"date":"2024-06-30T18:28:55","date_gmt":"2024-06-30T16:28:55","guid":{"rendered":"https:\/\/radness.de\/?p=5989"},"modified":"2024-06-30T18:29:14","modified_gmt":"2024-06-30T16:29:14","slug":"apuane-und-die-cave-di-marmo","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/radness.de\/?p=5989","title":{"rendered":"Apuane und die Cave di Marmo."},"content":{"rendered":"<p>Die Barrancas del Cobre in Mexiko, im Englischen auch Copper Canyons genannt, sind durch Christopher McDougalls Buch &#8222;Born to run&#8220; ber\u00fchmt geworden. Die Bewohner dieser unwegsame Gegend hei\u00dfen Raramuri-Indianer bzw. Tarahumara. &#8222;Born to run&#8220; ist eine Ode an jenes Volk, das sich unter anderem durch seine au\u00dfergew\u00f6hnlichen F\u00e4higkeiten im Langdistanzlaufen auszeichnet. Christopher McDougalls Trainer Eric Orton vermutet, dass das unwegsame Gel\u00e4nde und die langen An- und Abstiege, die aus den Canyons heraus und in diese wieder hinein f\u00fchren, die Raramuri-Indianer zu den besten Ultradistanzl\u00e4ufern weltweit machen. Der Besuch des Nachbardorfes ist f\u00fcr die Raramuri immer mit einer Grundlagenausdauereinheit verbunden: Erst geht es stundenlang den eigenen Canyon hinauf, danach m\u00fcssen die Raramuri den Nachbarcanyon hinunterkraxeln. Man m\u00f6ge sich nur vorstellen, wie schwierig es unter diesen Umst\u00e4nden ist, die Schwarzw\u00e4lderkirschtorte zum Geburtstags des Neffen mit auf dem Weg zu nehmen.<\/p>\n<p>Bislang hat sich Ch. Beyer diese M\u00fchen der Raramuri nicht wirklich vorstellen k\u00f6nnen. In den deutschen Mittelgebirgen, in denen er heimisch ist, kommt man auch ohne Auto und Zug schnell voran. Selbst zu Fu\u00df kann man Erlangens Nachbard\u00f6rfer Spardorf, Bubenreuth oder M\u00f6hrendorf in kurzer Zeit und ohne gr\u00f6\u00dfere Anstrengungen erreichen. Und auch Ch. Beyers gelegentliche Ausfl\u00fcge in die heimischen Alpen lie\u00dfen sein Verst\u00e4ndnis von der m\u00f6glichen Beschwerlichkeit des Lebens der Raramuri nicht wesentlich wachsen. Das Bergwandern auf den mehr oder weniger gut befestigten Wegen ging immer recht flott voran: Zeitangaben konnte er halbieren und Etappen zu zweien oder dreien zusammenlegen.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich, liebe Leserschaft, vermuten sich zurecht, dass sich Ch. Beyers Verst\u00e4ndnis vom beschwerlichen Leben der Raramuri in den Barrancas del Cobre nun grundlegend ge\u00e4ndert hat. Nicht umsonst nimmt er einmal mehr einen ellenlangen Anlauf, um Ihnen das zu erkl\u00e4ren. Dieses Verst\u00e4ndnis, man k\u00f6nnte fast schreiben, diese Erleuchtung ist den aktuellen Wetterkapriolen zu verdanken.<\/p>\n<p>Wie kommt&#8217;s? Nun ja, zusammen mit dem ewigen Janka, dessen G\u00f6ttergattin E. und der eigenen G\u00f6ttergattin D. war urspr\u00fcnglich eine Expedition zur Grande Traversata delle Alpi (GTA) ins italienische Piemont geplant. \u00dcber eine Woche lang wollten das Quartetto rund um das italienische Domodossola auf dem GTA wandern. Drei Tage vor der Anreise erreichte Ch. Beyer eine Nachricht des H\u00fcttenwirtes des Rifugio Margaroli, in dem er Ch. Beyer bat, seine Wanderunternehmungen nochmals zu \u00fcberdenken. Im Anhang schickte er einige Fotos seiner H\u00fctte im Schnee mit der Anmerkung, dass alle anderen G\u00e4ste bereits abgesagt h\u00e4tten. Aus einer Nachricht wurden zwei, drei, am Ende gar vier. Ch. Beyer bekam den Eindruck, dass der H\u00fcttenwirt keine Lust hatte, sein Rifugio f\u00fcr vier Tedeschi aufzusperren. Doch vielleicht war es aber auch eine ernst gemeinte Warnung, dass die geplante Aktion wenig Sinn mache. Als sich das Quartetto endlich dazu entschlie\u00df, die Expedition abzubrechen, schickte der H\u00fcttenwirt f\u00fcnf Smileys und drei Sonnen-Emojis: Es schien, als seien ihm etliche Steine vom Herzen gefallen. Nachdem auch die \u00fcbrigen H\u00fcttenwirte ob der Absagen des Quartettos dankbar waren, schien tats\u00e4chlich die italienische F\u00fcrsorge im Vordergrund gestanden zu haben.<\/p>\n<p>Nach Absage des GTA-Abenteuers musste zwei Tage vor Urlaubsbeginn also ein neues Abenteuer her. Das war nat\u00fcrlich alles andere als leicht: Wanderregionen identifizieren, An- und Abreise berechnen, Unterk\u00fcnfte ausfindig machen, das Wetter ber\u00fccksichtigten, und vor allem die leibliche Versorgung sicherstellen &#8211; den G\u00f6ttergattinnen und damit auch dem eigenen Wohlergehen zu liebe: Happy wife, happy life!<\/p>\n<p>Zwei Tage vor Abreise stand eine Mehrtageswanderung im franz\u00f6sischen Jura auf dem Plan, ehe Ch. Beyer nochmals alles umschmiss. Die Cinque Terre hatte er zun\u00e4chst im Visier, was ihm aber zu touristisch war. Doch, siehe da, an die Cinque Terre angrenzend lag ein unscheinbares, h\u00f6heres Mittelgebirge oder ein niedrigeres Hochgebirge: Die apuanischen Alpen, beziehungsweise die Apuane, die sich zwischen La Spezia, Modena und Pisa erstreckt. Noch nie davon geh\u00f6rt, liebe Leserschaft? Das verwundert nicht. Als die G\u00f6ttergattin E. im Erlanger Buchhandel keinen Reisef\u00fchrer zur Apuane fand, wusste Ch. Beyer, das das Quartetto das richtige Reiseziel gefunden hatte.<\/p>\n<p>Mehrere Fernwanderwege durchziehen die Apuane: Die Via Vandelli entlang einer alten Handelsstra\u00dfe. Der Senterio dei Ducati, der ehemalige F\u00fcrstt\u00fcmer und F\u00fcrstenresidenzen verbindet. Die Via del Volto Santo, eine Art kleiner Pilgerweg. Und schlie\u00dflich f\u00fchrt auch die bekannte Via francigena, ein Pilgerweg vom englischen Canterbury nach Rom, durch die Apuane. Jedoch war f\u00fcr die avisierten 5 bis 6 Wandertage keiner der Fernwanderwege geeignet, selbst wenn Ch. Beyer versuchte, jeweils zwei Etappen zusammen zu legen. Daher bastelte er eine eigene Version mit ein wenig Ducati, ein wenig Vandelli und etwas Komoot.<\/p>\n<p>Das Quartetto reiste mit dem Auto nach Castelnuovo del Garfagnana, wo es am n\u00e4chsten Tag mit dem Zug zum Startort nach Sarzana gehen sollte. Bemerkenswert war, dass die Anreise sehr geschmeidig verlief, die letzten 90 Kilometer durch die n\u00f6rdliche Apuane jedoch mehr als zwei Stunden Autofahrt in Anspruch nahmen. Bergauf, bergab, Serpentine links, Serpentine rechts, verbesserungsbed\u00fcrftiger Stra\u00dfenbelag, Gegenverkehr, scharfes Abbremsen, und dann wieder von vorne. Ch. Beyer musste seinem Gleichgewichtssinn ein P\u00e4uschen auf einer Bank in der Sonne g\u00f6nnen. Schlie\u00dflich \u00fcberlegte er, ob es nicht kl\u00fcger w\u00e4re, die letzten 15 Kilometer zu Fu\u00df zu gehen. Autofahren ist schlichtweg ungesund.<\/p>\n<p>Die Zugreise von Castelnuovo \u00fcber Pisa nach Sarzana war lohnenswert: Ein knapp einst\u00fcndiger Zwischenstopp in Pisa erm\u00f6glichte es dem Quartetto zu pr\u00fcfen, ob der Turm von Pisa immer noch schief war. Ein wenig albern war es schon, dass Hundertschaften versuchten so zu posen, dass es beim finalen Foto schien, als ob sie den Turm mit ihren H\u00e4nden halten w\u00fcrden. In Zeiten moderner Bildbearbeitung ist das doch gar nicht mehr n\u00f6tig. Doch egal, das Quartetto war schlie\u00dflich zum Wandern da. In Sarzana verlie\u00df es den Zug, um nochmals eineinhalb Stunden in der Bahnhofskneipe zu verharren. Ch. Beyer gelang es nicht, wie Moses das Wasser nicht teilen, so sehr er sich auch bem\u00fchte. Und so stapften die vier Wanderer schlie\u00dflich im str\u00f6menden Regen gen Fosdinovo.<\/p>\n<p>Gleich von Beginn an fiel auf, dass der Ducati Wanderweg erstaunlich anspruchsvoll war: Verwurzelt, verwachsen, versteint. Das feuchte Klima hatte dieses Jahr f\u00fcr ordentlichen Wuchs gesorgt, berichtete Andrea, der Wirt in der ersten Unterkunft. Das hei\u00dft, das Quartetto musste sich mit den Wanderst\u00f6cken den Wanderweg frei schlagen und gleichzeitig auf den nassen Steinen balancieren. Abg\u00e4nge in Dornb\u00fcsche waren leider zu verzeichnen. Nachdem die erste Unterkunft La Ginestra B&amp;B nochmals zwei Kilometer au\u00dferhalb des Zielortes Fosdinovo lag, war der Wanderesprit kurzzeitig aufgebraucht. Nur gut, dass Andrea das Quartetto mit seiner Freundlichkeit und seinen Kochk\u00fcnsten verzauberte. Es gab leckere Testaroli. Die Zimmer boten gen\u00fcgend Platz und auch einen F\u00f6hn, um die nassen Klamotten und Schuhe hinreichend zu trocknen.<\/p>\n<p>Der n\u00e4chste Tag \u00e4hnelte dem Ersten: Auf eine erste Trockenperiode folgten 20 Liter Regen pro Quadratmeter innerhalb der n\u00e4chsten drei Stunden. Ch. Beyer hatte gl\u00fccklicherweise am Vortag auf das F\u00f6hnen der Schuhe verzichtet, das das Regenradar bereits zu diesem Zeitpunkt nichts Gutes verhei\u00dfen hatte. Endlich am Zielort in Equi Terme angekommen, musste das Quartetto schmerzlich feststellen, dass die beiden Restaurants im Ort an eben jenem Tag geschlossen hatten. Dabei hatte Google.maps zuvor anderes verlauten lassen. Ein Gl\u00fcck nur, dass die Ferienwohnung zwei Herdplatten und die Gastgeber einen kleinen Alementari hatten. Pasta mit Pesto, der deutsch-italienische Klassiker f\u00fcr jegliche Notsituationen.<\/p>\n<p>Am dritten Tag zeigte sich das wahre Gesicht der Apuane und ihrer rohen Sch\u00f6nheit. Circa 20 km und \u00fcber 2000 H\u00f6henmeter, ein sportliches Programm, aber f\u00fcr Ch. Beyer und die G\u00f6ttergattin D. durchaus machbar. Mit einem l\u00e4dierten Knie w\u00e4hlten der ewige Janka und die G\u00f6ttergattin E. die Direttissima zum Ziel, dem Rifiugio Guido Donegani. Immerhin 1300 H\u00f6henmeter auf 9 km. Gest\u00e4rkt mit Espresso und Cornetto liefen die vier Wanderer auf getrennten Wegen gegen 8:30 Uhr los. Der ewige Janka und die G\u00f6ttergattin E. ben\u00f6tigen anstatt der von Komoot ausgepreisten viereinhalb Stunden ganze sechseinhalb Stunden. Ch. Beyer und die G\u00f6ttergattin D. schafften es gerade noch vor Einbruch der Dunkelheit gegen 21:30 Uhr zum Rifugio Guido Donegani. Dabei hielten sie die Pausen knapp und waren stets in Eile, anf\u00e4nglich noch um gegen 17:00 Uhr rechtzeitig zum Abendessen am Rifugio zu sein, sp\u00e4ter nur noch um \u00fcberhaupt anzukommen.<\/p>\n<p>Nun, was war da passiert? Ch. Beyer hatte sich an der Apuane versch\u00e4tzt. Die Wanderwege sind steil, verblockt, verwachsen, ausgewaschen: schlichtweg saulangsam, zumindest f\u00fcr die Flachlandtiroler aus Deutschland. Ch. Beyer m\u00f6chte hier keinen falschen Eindruck hinterlassen: Die Landschaft der Apuane ist wundersch\u00f6n und Ch. Beyer und sein Bewegungsapparat bef\u00fcrworten die unwegsamen Wege: Alle nur denkbaren Bewegungsausma\u00dfe werden hinreichend beansprucht. Nur die zeitlichen Vorstellungen, die Ch. Beyer bei seinen Abenteuern in deutschen Mittel- und Hochgebirgen erworben hatte, musste er geh\u00f6rig revidieren: In der Apuane galt nicht mehr der Umrechnungsfaktor 1\/2, sondern der Faktor 2!<\/p>\n<p>Die Zeitangaben auf den Wegweisern der Apuane sind n\u00e4mlich optimistisch gew\u00e4hlt. Anstatt angegebener eineinhalb Stunden ben\u00f6tigen Ch. Beyer und die G\u00f6ttergattin D. zweieinhalb Stunden, an Stelle einer Dreiviertelstunde eher eineinhalb Stunden. Und hier begann Ch. Beyer eben zu gr\u00fcbeln, ob die Bewohner der Apuane vielleicht mit den Raramuri verwandt sein k\u00f6nnten. Handelt es hier auch um Ultradistanzasse? Oder haben die Wegewarte einfach Zeiten angegeben, die die dortigen Bergziegen und Gamsb\u00f6cke f\u00fcr die Strecken ben\u00f6tigen?<\/p>\n<p>Ch. Beyer und seine G\u00f6ttergattin D. waren am Ende des Tages heilfroh, gerade noch rechtzeitig im Rifugio Guido Donegani anzukommen, die nassen Schuhe in die Ecke werfen zu d\u00fcrfen und um fast 10 Uhr Abends noch Bohnensuppe und Polenta serviert zu bekommen. Der ewige Janka und die G\u00f6ttergattin E. schienen ebenfalls erleichtert, als die Weggef\u00e4hrten noch am selbigen Tag am Rifugio ankamen.<\/p>\n<p>\u201eDie Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.\u201c Das soll Einstein gesagt haben. Dementsprechend darf der darauf folgende Wandertag bestehend aus 20 Kilometern und 1300 H\u00f6henmetern in der Apuane als &#8222;Wahnsinn&#8220; gewertet werden, nicht wahr? Es gab aber keine Alternative, um zur gebuchten Unterkunft nach Vianovia zu gelangen. Zudem schien, als ob der ewige Janka und die G\u00f6ttergattin E. die Dimensionen oder besser die Umrechnungsfaktoren der Apuane noch selbst erleben wollten. Im Gegensatz zu den Vortagen stand nun auch durchwegs gutes Wetter auf dem Programm.<\/p>\n<p>To make a long story short: Die F\u00fcnfmarkst\u00fcck-gro\u00dfen Blutblasen, die sich die G\u00f6ttergattin E. in ihren neuen Wanderschuhen an einem f\u00fcnf Kilometer langen, sehr steilen Abstieg zuzog, bewahrten das Quartetto vor Schlimmeren. Nachmittags gegen 15:00 Uhr, als gerade einmal die H\u00e4lfte der Strecke nach Vianovia bew\u00e4ltigt war, war das Quartetto gezwungen, eine Alternative zu suchen. Tats\u00e4chlich bot das n\u00e4her gelegene Gorfigliano eine Unterkunft, die auch mit l\u00e4dierten F\u00fc\u00dfen am selbigen Tag erreichbar schien. Nach langem Hin- und Her, Wechsel auf Turnschuhe und Wechsel auf die geteerten Belag, brach sich das Quartetto nach Gorfigliano auf. Eine gute Entscheidung! Es wartete nicht nur eine sch\u00f6ne Unterkunft, sondern auch die besten Holzofenpizza, die Ch. Beyer seit Langem gegessen hatte: Die Pizzeria La Nina, mitten in Gorfigliano, urig, authentisch, mit Dr. House in der Endlosschleife. Und der Gastgeber im urspr\u00fcnglich avisierten Vianovia machte wohl das Gesch\u00e4ft seines Lebens!<\/p>\n<p>Der letzte Wandertag war kurz: Auslaufen von Gorfigliano nach Piazza El Serchio, auf fast normalen Wegen, in fast normalem Tempo: Trotz 450 H\u00f6henmeter bew\u00e4ltigten Ch. Beyer und die G\u00f6ttergattin D. die letzten 10 Kilometer in zweieinhalb Stunden. Sehr untypisch f\u00fcr die Apuane! Die G\u00f6ttergattin E. schonte ihre l\u00e4dierten Zehen, die selbst bei eingefleischten Ultral\u00e4uferinnen zu bewundernden Staunen f\u00fchren w\u00fcrde, der ewige Janka sein l\u00e4diertes Kniegelenk. Sie fuhren mit dem Bus nach Castelnuovo und holten dort das geparkte Auto, das das Quartetto wieder zur\u00fcck ins heimische Erlangen bringen sollte.<\/p>\n<p>Ch. Beyer ist durchaus klar, dass der Vergleich der Kupferschluchten Mexikos mit den Marmorbergen Italiens hinkt. Dennoch fand er einige sch\u00f6ne Parallelen. Gerade das Gespr\u00e4ch mit den H\u00fcttenwirten des Rifugios Guido Donegani machte klar, dass Ch. Beyer und seine Begleiter nicht die Ersten waren, die von dem schwierigen Terrain und dem Wetter der Apuane \u00fcberrascht wurden. Die Einheimischen scheinen tats\u00e4chlich aus besonderem Holz geschnitzt zu sein. Auf die Frage, wer die das Baby der hochschwangeren H\u00fcttenwirten wohl entbinden werde, antwortet diese, dass das n\u00e4chste Krankenhaus in Barga circa eineinhalb Stunden entfernt sei und sich die &#8222;Mama&#8220; um die Entbindung k\u00fcmmern werde. So scheint es, dass die anspruchsvolle Umgebung der Barrancas del Cobre die Raramuri genauso formt, wie die Marmorberge der Apuane die dort ans\u00e4ssigen Italienerinnen und Italiener. Vielleicht k\u00f6nnte Ch. Beyer den Schriftstellerkollegen Christopher McDougall darauf ansetzen, da er ja nicht nur gro\u00dfes Lob f\u00fcr die Raramuri in &#8222;Born to run&#8220;, sondern auch f\u00fcr die Kreten in &#8222;Natural Born Heros&#8220; fand. Beide B\u00fccher, liebe Leserschaft, sind \u00fcbrigens absolute Leseempfehlungen: Fast so unterhaltsam wie der Radness-Blog.<\/p>\n<p>Einen h\u00e4tte Ch. Beyer \u00fcbrigens noch: Vielleicht sollte er der G\u00f6ttigergattin E. ein paar Luna sandels bestellen, die modernen \u00c4quivalente der Raramuri-Sandeln. Druckstellen h\u00e4tte sie dann nicht mehr zu f\u00fcrchten. In Anbetracht der Dornen, \u00c4ste und Steine in der Apuane sind die Luna sandels aber vielleicht doch eine bl\u00f6de Idee. Eines ist n\u00e4mlich gewiss: Die Apuane hat das Quartetto nicht ein letztes Mal gesehen.<\/p>\n<div class='polaroid-gallery galleryid-5989' style='width:510px;'>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/radness.de\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/IMG_6377-1-1024x768.jpg\" title=\"IMG_6377\" rel=\"polaroid_2081818813\" class=\"polaroid-gallery-item showcaption\"><span class=\"polaroid-gallery-image\" title=\"\" style=\"background-image: url(https:\/\/radness.de\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/IMG_6377-1-150x150.jpg); width: 150px; height: 150px;\"><\/span><\/a>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/radness.de\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/IMG_6380-1-768x1024.jpg\" title=\"IMG_6380\" rel=\"polaroid_2081818813\" class=\"polaroid-gallery-item showcaption\"><span class=\"polaroid-gallery-image\" title=\"\" style=\"background-image: url(https:\/\/radness.de\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/IMG_6380-1-150x150.jpg); width: 150px; height: 150px;\"><\/span><\/a>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/radness.de\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/IMG_6367-1-768x1024.jpg\" title=\"IMG_6367\" rel=\"polaroid_2081818813\" class=\"polaroid-gallery-item showcaption\"><span class=\"polaroid-gallery-image\" title=\"\" style=\"background-image: url(https:\/\/radness.de\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/IMG_6367-1-150x150.jpg); 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width: 150px; height: 150px;\"><\/span><\/a>\n\t\t\t<br style=\"clear: both;\" \/><\/div>\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Barrancas del Cobre in Mexiko, im Englischen auch Copper Canyons genannt, sind durch Christopher McDougalls Buch &#8222;Born to run&#8220; ber\u00fchmt geworden. Die Bewohner dieser unwegsame Gegend hei\u00dfen Raramuri-Indianer bzw. Tarahumara. &#8222;Born to run&#8220; ist eine Ode an jenes Volk, das sich unter anderem durch seine au\u00dfergew\u00f6hnlichen F\u00e4higkeiten im Langdistanzlaufen auszeichnet. Christopher McDougalls Trainer Eric &#8230; <span class=\"more\"><a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/radness.de\/?p=5989\">[Read more&#8230;]<\/a><\/span><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":6017,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":{"0":"entry","1":"post","2":"publish","3":"author-byrchrstn_n43u0aab","4":"post-5989","6":"format-standard","7":"has-post-thumbnail","8":"category-uncategorized"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/radness.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5989","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/radness.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/radness.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/radness.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/radness.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=5989"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/radness.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5989\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6021,"href":"https:\/\/radness.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5989\/revisions\/6021"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/radness.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/6017"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/radness.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=5989"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/radness.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=5989"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/radness.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=5989"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}