{"id":6057,"date":"2024-09-21T22:13:56","date_gmt":"2024-09-21T20:13:56","guid":{"rendered":"https:\/\/radness.de\/?p=6057"},"modified":"2024-09-21T22:13:56","modified_gmt":"2024-09-21T20:13:56","slug":"trostpreis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/radness.de\/?p=6057","title":{"rendered":"Trostpreis."},"content":{"rendered":"<div class='polaroid-gallery galleryid-6057' style='width:510px;'>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/radness.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/8B36C652-1264-4C14-8DE5-27444AEB35E3_1_105_c.jpeg\" title=\"8B36C652-1264-4C14-8DE5-27444AEB35E3_1_105_c\" rel=\"polaroid_1410272620\" class=\"polaroid-gallery-item showcaption\"><span class=\"polaroid-gallery-image\" title=\"\" style=\"background-image: url(https:\/\/radness.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/8B36C652-1264-4C14-8DE5-27444AEB35E3_1_105_c-150x150.jpeg); width: 150px; height: 150px;\"><\/span><\/a>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/radness.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/19A7E0D3-01B6-4606-8341-2924DDB1549B_1_105_c.jpeg\" title=\"19A7E0D3-01B6-4606-8341-2924DDB1549B_1_105_c\" rel=\"polaroid_1410272620\" class=\"polaroid-gallery-item showcaption\"><span class=\"polaroid-gallery-image\" title=\"\" style=\"background-image: url(https:\/\/radness.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/19A7E0D3-01B6-4606-8341-2924DDB1549B_1_105_c-150x150.jpeg); width: 150px; height: 150px;\"><\/span><\/a>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/radness.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/36DA4717-C511-451A-83E3-8B0282ABC2A4_1_105_c.jpeg\" title=\"36DA4717-C511-451A-83E3-8B0282ABC2A4_1_105_c\" rel=\"polaroid_1410272620\" class=\"polaroid-gallery-item showcaption\"><span class=\"polaroid-gallery-image\" title=\"\" style=\"background-image: url(https:\/\/radness.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/36DA4717-C511-451A-83E3-8B0282ABC2A4_1_105_c-150x150.jpeg); width: 150px; height: 150px;\"><\/span><\/a>\n\t\t\t<br style=\"clear: both;\" \/>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/radness.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/320E094C-3CB3-413F-85A6-EBED23CDE05A_1_105_c.jpeg\" title=\"320E094C-3CB3-413F-85A6-EBED23CDE05A_1_105_c\" rel=\"polaroid_1410272620\" class=\"polaroid-gallery-item showcaption\"><span class=\"polaroid-gallery-image\" title=\"\" style=\"background-image: url(https:\/\/radness.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/320E094C-3CB3-413F-85A6-EBED23CDE05A_1_105_c-150x150.jpeg); width: 150px; height: 150px;\"><\/span><\/a>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/radness.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/AB138140-5A6A-4998-9730-5C8649C844DF_1_105_c.jpeg\" title=\"AB138140-5A6A-4998-9730-5C8649C844DF_1_105_c\" rel=\"polaroid_1410272620\" class=\"polaroid-gallery-item showcaption\"><span class=\"polaroid-gallery-image\" title=\"\" style=\"background-image: url(https:\/\/radness.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/AB138140-5A6A-4998-9730-5C8649C844DF_1_105_c-150x150.jpeg); width: 150px; height: 150px;\"><\/span><\/a>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/radness.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/B4896144-835F-4DCD-8A72-1E749053C53A_1_105_c.jpeg\" title=\"B4896144-835F-4DCD-8A72-1E749053C53A_1_105_c\" rel=\"polaroid_1410272620\" class=\"polaroid-gallery-item showcaption\"><span class=\"polaroid-gallery-image\" title=\"\" style=\"background-image: url(https:\/\/radness.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/B4896144-835F-4DCD-8A72-1E749053C53A_1_105_c-150x150.jpeg); width: 150px; height: 150px;\"><\/span><\/a>\n\t\t\t<br style=\"clear: both;\" \/>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/radness.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/BCFF75E0-0339-4C02-BFD2-972B27D7BC6B_1_201_a-1024x576.jpeg\" title=\"BCFF75E0-0339-4C02-BFD2-972B27D7BC6B_1_201_a\" rel=\"polaroid_1410272620\" class=\"polaroid-gallery-item showcaption\"><span class=\"polaroid-gallery-image\" title=\"\" style=\"background-image: url(https:\/\/radness.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/BCFF75E0-0339-4C02-BFD2-972B27D7BC6B_1_201_a-150x150.jpeg); width: 150px; height: 150px;\"><\/span><\/a>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/radness.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/C8313934-D72B-4393-85DB-CBEF4A3801CF_1_105_c.jpeg\" title=\"C8313934-D72B-4393-85DB-CBEF4A3801CF_1_105_c\" rel=\"polaroid_1410272620\" class=\"polaroid-gallery-item showcaption\"><span class=\"polaroid-gallery-image\" title=\"\" style=\"background-image: url(https:\/\/radness.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/C8313934-D72B-4393-85DB-CBEF4A3801CF_1_105_c-150x150.jpeg); width: 150px; height: 150px;\"><\/span><\/a>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/radness.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/E8DCC9F5-85E1-4982-8274-24FD152B5CB2_1_105_c.jpeg\" title=\"E8DCC9F5-85E1-4982-8274-24FD152B5CB2_1_105_c\" rel=\"polaroid_1410272620\" class=\"polaroid-gallery-item showcaption\"><span class=\"polaroid-gallery-image\" title=\"\" style=\"background-image: url(https:\/\/radness.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/E8DCC9F5-85E1-4982-8274-24FD152B5CB2_1_105_c-150x150.jpeg); width: 150px; height: 150px;\"><\/span><\/a>\n\t\t\t<br style=\"clear: both;\" \/><\/div>\n\n<p>Der freundliche Rezeptionist in Innsbruck r\u00e4t Ch. Beyer, er m\u00f6ge lieber im Iran Urlaub machen. Er glaube, dass Italien nicht sicher sei und er mache lieber in Deutschland Urlaub oder in seinem Heimatland Iran. Dem m\u00f6chte Ch. Beyer nur partiell zustimmen: In der Tat wird der Iran in den Radreiseforen immer aufs H\u00f6chste gelobt. Die Gastfreundschaft dort muss unglaublich sein. Und dementsprechend steht das politisch h\u00e4ufig kontrovers diskutierte Land durchaus noch auf Ch. Beyers &#8222;bucket list&#8220;. Doch auch Bella Italia ist immer eine Reise Wert und bleibt weiterhin einer der Favoriten von Ch. Beyer, auch wenn ihm dort soeben das Rad samt Gep\u00e4ck gestohlen worden war. Wer wei\u00df: Vielleicht war es ja auch ein iranischer Auswanderer oder ein Deutscher. Wer wei\u00df das schon!<\/p>\n<p>Sie k\u00f6nnen aber nun durchaus erkennen, liebe Leserinnen und Leser, dass Ch. Beyer auf seiner Zug-Odyssee von Pigna nach Erlangen in Innsbruck Halt gemacht hat, um dort die Nacht zu verbringen. Diese letzte Etappe am ersten Heimreiset sollte schlussendlich gut klappen: Die Z\u00fcge in Verona und Bozen fuhren p\u00fcnktlich ab und kamen p\u00fcnktlich an. Und nach einer kurzen, aber geruhsamen Nacht ging es dann am Folgetag komplikationslos von Innsbruck nach Hause nach Erlangen.<\/p>\n<p>Nun w\u00e4re zu erwarten gewesen, dass das Abenteuer vom gestohlenen Fahrrad hier ein Ende nahm. Dem war aber nicht so. Zwar kann Ch. Beyer nicht behaupten, dass es nun erst richtig losging, doch der Spannungsbogen flachte vorerst nicht ab. Noch am Ankunftstag besuchte Ch. Beyer das B\u00fcrgeramt, um einen neuen Personalausweis zu beantragen. Jawohl, auch dieser war im Gep\u00e4ck am Rad gewesen! Nachdem Ch. Beyer p\u00fcnktlich zur Mittagspause am B\u00fcrgeramt erschien und vor ihm eine Gruppe internationaler Studentinnen und Studenten mehrere Tickets zogen, war die Wartezeit leider auch lang. Ch. Beyer nutzte die Gelegenheit und telefonierte mit dem Verkehrsclub Deutschland (VCD), der gr\u00fcnen Alternative zum ADAC, um neben dem Autoschutzbrief einen Fahrradschutzbrief zu beantragen. Da er selbst kein Auto besitzt und zumeist mit dem Velo unterwegs ist, war der Fahrradschutzbrief \u00fcberf\u00e4llig, zumal er gerade einmal 9 Euro per anno kostet. Klar w\u00fcrde Ch. Beyer nicht alle Optionen eines Fahrradschutzbriefes aussch\u00f6pfen k\u00f6nnen, aber die Unterst\u00fctzung in der Planung und einer Finanzierung einer R\u00fcckreise war nach der zur\u00fcckliegenden Zug-Odysee ein allzu verlockendes Angebot.<\/p>\n<p>Als Ch. Beyer am B\u00fcrgeramt schlie\u00dflich an der Reihe war, wurde von einer netten, aber bestimmten Mitarbeiterin der Stadt Erlangen zun\u00e4chst einmal belehrt, dass er schon l\u00e4ngst eine Verlustmeldung f\u00fcr den verlorenen Personalausweis h\u00e4tte machen m\u00fcsse. F\u00fcr die Beantragung derselbigen ben\u00f6tige sie das Polizeiprotokoll aus Pigna, was Ch. Beyer nat\u00fcrlich nicht dabei hatte. Doch hatte er auf seinem Smartphone eine Kopie vom Protokoll. Doch was f\u00fcr Ch. Beyer eine gute L\u00f6sung war, war f\u00fcr die Mitarbeiterin der Stadt zun\u00e4chst ein gro\u00dfes Problem. Sie bestand auf das Original, aber Ch. Beyer wollte nicht nochmals zwei Stunden warten, nachdem er das Original von zu Hause geholt h\u00e4tte. Also \u00fcberzeugte er die nette, aber bestimmte Frau, dass er ihr das Dokument per Email schicken k\u00f6nne. Sie ben\u00f6tigte ein PDF, doch Ch. Beyer hatte nur ein JPEG und die App aus dem AppStore zum Umwandeln von JPEG in PDF w\u00e4re kostenpflichtig gewesen. Also verschickte Ch. Beyer das JPEG, welches auch unmittelbar bei der netten, aber bestimmten Mitarbeiterin des B\u00fcrgeramts ankam. Ch. Beyer konnte nur mutma\u00dfen, dass die Stadt Erlangen einen PDF-Writer f\u00fcr ihre Arbeitspl\u00e4tze zur Verf\u00fcgung stellte; Die nette, aber bestimmte Mitarbeiterin kannte diese Funktion jedoch nicht. So f\u00fchrte der Ausdruck des JPEGs dazu, dass das Dokument in Vierteln \u00fcber vier Seiten aus dem Drucker kam. Zum Gl\u00fcck \u00e4nderte die nette, aber bestimmte Frau von der Stadt zu diesem Zeitpunkt ihr Vorgehen. Das Dokument aus Pigna war pl\u00f6tzlich doch nicht mehr wichtig und es ging nun auch ohne. Also beantragte sie f\u00fcr Ch. Beyer eine Verlustmeldung, einen neuen Personalausweis, einen neuen Reisepass, denn dieser war auch abgelaufen, und einen vorl\u00e4ufigen Personalausweis, damit sich Ch. Beyer bis zum Erhalt des eigentlichen Personalausweis ausweisen konnte. Zum Gl\u00fcck, so konnte Ch. Beyer nun feststellen, war es den Polizisten in Pigna egal, dass Ch. Beyers Reisepass schon \u00fcber ein Jahr abgelaufen war, oder sie hatten es schlichtweg nicht bemerkt. Andernfalls h\u00e4tte er vermutlich auch noch ein gr\u00f6\u00dferes Polizeirevier in Italien oder gar die deutsche Botschaft besuchen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Am Folgetag ergab sich Wundersames: Il Commandante der Polizei von Pigna schrieb: Sie h\u00e4tten Ch. Beyers Fahrrad gefunden. Mit der Email kam ein Foto, auf dem tats\u00e4chlich Ch. Beyers Trek Hardtail zu erkennen war. \u00a0Nur alle Taschen, die Lichter und das Gep\u00e4cksystem waren abmontiert und laut Polizei nicht auffindbar. Die Polizisten hatten Ch. Beyer drei Tage vorher noch vor Ort versprochen, dass sie sein Velo finden w\u00fcrden. Das Versprechen hatten sie f\u00fcrs Gep\u00e4ck nicht gegeben. Ob sie eventuell eine Ahnung hatten, wo sie haben suchen m\u00fcssen, wunderte sich nun Ch. Beyer. Doch egal, das Velo war wieder da! Und das gesamte Dorf Pigna wusste auch sukzessive Bescheid. Zwei Tage nach der Email von Il Commandante schrieb der Wirt von der Bar, vor der das Rad gestohlen wurde, dass er geh\u00f6rt habe, dass das Velo wieder aufgetaucht sei. Zwei weitere Tage sp\u00e4ter meldete sich Fiorella, die auch gleich anbot, das Fahrrad bei sich aufzubewahren, falls Ch. Beyer es nicht gleich h\u00e4tte abholen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Und tats\u00e4chlich stellte das Abholen Ch. Beyer vor neue Herausforderungen. Von Erlangen nach Pigna sind es bei guter Verkehrslage 1000 km und zw\u00f6lf Stunden mit dem PKW. Mit dem Zug ist es \u00e4hnlich weit, nur dauert die Anfahrt je nach Versp\u00e4tungen eher eineinhalb Tage. Was gab es f\u00fcr Optionen? Ch. Beyer w\u00fcrde mit der G\u00f6ttergattin noch den geplanten Urlaub am Zielort des Alps Divide, n\u00e4mlich Thonon-les-Bains, verbringen. Doch auch von dort aus waren es noch \u00fcber sieben Stunden Autofahrt. Der n\u00e4chste l\u00e4ngere freie Zeitraum, an dem Ch. Beyer nach Italien d\u00fcsen k\u00f6nnte, w\u00e4re erst Weihnachten und Neujahr gewesen, circa vier Monate sp\u00e4ter; eine fr\u00fchere Option bot Ch. Beyers Dienstplan nicht, zumal die Abholzeiten vor Ort, n\u00e4mlich zwischen 11:00 und 13:00 Uhr, das Abholen erschweren w\u00fcrden. Ein Hoffnungsschimmer ergab sich bei einem Freund, der anbot, dass er das Rad eventuell Ende Oktober mitnehmen k\u00f6nnte, wenn er in Finale Ligure zum Mountainbiken sei. Nur versprechen konnte er es noch nicht.<\/p>\n<p>Die Kommunikation mit der Polizei in Pigna war auch eher stockend, wobei es sich zugegebenerma\u00dfen nicht um den Customer Service von Amazon handelte. Die Beamten antworteten auf Ch. Beyers Anfragen sp\u00e4t und eher knapp. Dass ihnen das Abholen um Weihnachten bzw. Neujahr zu sp\u00e4t ist, gaben sie Ch. Beyer aber klar zu verstehen. \u00dcbrigens, die M\u00f6glichkeit eines Transportes mit einer Spedition hatte Ch. Beyer von vorne herein als unwahrscheinlich erachtet und daher gar nicht erst angefragt: So flexibel sch\u00e4tzt er die Polizei von Pigna nicht ein, auch wenn er nat\u00fcrlich sehr froh war, dass sie sein Velo gefunden und sichergestellt haben.<\/p>\n<p>Der urspr\u00fcngliche Plan beim Alps Divide war, dass die G\u00f6ttergattin Ch. Beyer nach \u00a0der Veranstaltung am Genfer See abholen kommt und die beiden dort noch einige Tage Urlaub machen. Auch wenn der Alps Divide f\u00fcr Ch. Beyer rasch zu Ende war, wollten die beiden sich den Urlaub am Genfer See nicht nehmen lassen. Zudem wollte Ch. Beyer auch bei der Alps Divide Finisher Party vorbeischauen, um einen Eindruck zu bekommen, wie es den anderen erging.<\/p>\n<p>Da sich Ch. Beyer gut ein Dreivierteljahr auf den Alps Divide vorbereitet hatte, bestand durchaus noch eine pers\u00f6nliche Notwendigkeit, etwas Energie &#8222;rauszulassen&#8220;. So beschloss Ch. Beyer kurzfristig, trotz schlechten Wetters von Erlangen zum Genfer See zu radeln. Da die vorangegangenen, abenteuerlichen Tage ein paar Spuren hinterlassen hatte, wollte Ch. Beyer ab Ulm \u00fcber zwei Tage nach Thonon-les-Bains radeln.<\/p>\n<p>Die Z\u00fcge von Erlangen nach Ulm, das m\u00f6chte Ch. Beyer r\u00fchmlich hervorheben, waren p\u00fcnktlich. Danach ging es zun\u00e4chst einmal langweilig flach gen Schweiz. Ein kleines Highlight war der Besuch einer B\u00e4ckerei im Schw\u00e4bischen, wo sich die Verk\u00e4uferin und eine Kundin dar\u00fcber am\u00fcsierten, dass Ch. Beyer nach K\u00e4sestange, K\u00e4sekuchen und Obstkuchen vor Ort noch Laugenstange, Knusperstange, Brioche und Schokocroissant f\u00fcr unterwegs bestellte und beim Herausgehen aus der B\u00e4ckerei schon wieder die Laugenstange im Mund hatte. Weitere Highlights waren die Passage des Bussens, einem kleinen Vulkankegel mit Kloster und Burg, wo Ch. Beyer mit L. Schmidt vor wenigen Jahren eine Nacht unter freien Himmel verbracht hatten, und dem kleinen Ort F\u00fctzen, nahe der Schweizer Grenze, wo die beiden Leberk\u00e4sebr\u00f6tchen fr\u00fchst\u00fcckten. Es war damals ihre erste klassische Bikepacking-Tour. Bei F\u00fctzen, in der Region zwischen Deutschland und der Schweiz, wurde es landschaftlich richtig sch\u00f6n, so dass Ch. Beyer einen langen Tag auf dem Rad kurz vor Dunkelheit in einem kleinen Ort nahe Waldshut-Tiengen ausklingen lie\u00df. Eigentlich wollte Ch. Beyer noch 40 km weiterradeln, aber der nasse Westwind bremste sowohl Tempo als auch Elan.<\/p>\n<p>Das Wetter des n\u00e4chsten Tages war noch schlechter als das am Vortag. Temperaturen weit unter 10 Grad Celsius und immer wieder Regen. Die Landschaften in der Schweiz, durch die Ch. Beyer radelte, waren hingegen sehr sch\u00f6n. Zum Gl\u00fcck kam immer wieder die Sonne durch. Circa 100 Kilometer vor dem Ziel fing die G\u00f6ttergattin Ch. Beyer mit dem Auto ab und packte ihn ein, damit die beiden nicht zu sp\u00e4t am Zielort Thonon-les-Bains ankommen w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Dort klarte das Wetter am Folgetag auf, was einem trockenen, aber kalten Ostwind zu verdanken war. Die G\u00f6ttergattin musste nun auch ran, damit Ch. Beyer zumindest einige der verpassten Kilometer und H\u00f6henmeter nachholen konnte. Die Gegend um die Genfer See ist beeindruckend sch\u00f6n und bestens geeignet, um sie mit dem Velo zu erkunden.<\/p>\n<p>Am zweiten Abend gab es f\u00fcr die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Alps Divide eine Finisher Party. Ch. Beyer hatte dort ja eigentlich nichts zu suchen, da er weder den Alps Divide noch die Anreise nach Thonon-les-Bains erfolgreich beendet hatte. Doch wollte er wissen, wie die Stimmung war, nicht zuletzt weil die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Alps Divide mit harten Wetterbedingungen zu k\u00e4mpfen hatten: Monsunartige Regenf\u00e4lle an manchen Tagen, Temperaturen von -8\u00b0C mit Windst\u00e4rke 100 km\/h am Colle de Sommeiller, dem h\u00f6chsten Punkt der Route, an anderen Tagen und schlie\u00dflich Schneef\u00e4lle bis 40 cm an weiteren Tagen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten viel zu berichten. Und hierbei wurde Ch. Beyer das erste Mal wehm\u00fctig, dass er ein tolles Fahrradabenteuer verpasst hatte.<\/p>\n<p>Mit den beiden Organisatoren, Katie und Lee, sprach Ch. Beyer l\u00e4nger. Zun\u00e4chst konnten die beiden seinen Namen nicht mehr mit dem gestohlenen Fahrrad assoziieren, zu viel war w\u00e4hrend der vergangenen Woche passiert: Katie und ihre Mutter, eine weitere Unterst\u00fctzerin des Events, hatten pro Nacht nur zwei Stunden Schlaf und tags\u00fcber jede Menge Stress. Sie waren stetig damit besch\u00e4ftigt, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sicher durch die Berge zu bringen. Doch als Ch. Beyer erz\u00e4hlte, dass er derjenige war, der sein Velo verloren hatte, wussten sie wie auch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sofort Bescheid. Katie erz\u00e4hlte, dass sich bereits viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer erkundigt hatten, was denn aus Ch. Beyer geworden sei und sie bat Ch. Beyer im Verlauf des Abends, seine Geschichte zu rekapitulieren. Ferner erz\u00e4hlte sie, dass Ch. Beyer nicht das Erste, sondern das Zweite Sorgenkind des Alps Divide gewesen sei: Einer der Teilnehmer sei wohl kurz nach dem Start mit einem motorisierten Fahrzeug kollidiert. Aus dieser Perspektive hatte Ch. Beyer fast ein wenig Gl\u00fcck gehabt!<\/p>\n<p>Bei der Siegerehrung wurden zun\u00e4chst die beiden Schnellsten f\u00fcr ihre heroischen Leistungen beim Alps Divide geehrt. Beide erhielten einen gro\u00dfe Kuhglocke, sowie sie in den Alpen an Almtiere gebunden wird. Und dann gab es noch vier kleine Kuhglocken, n\u00e4mlich f\u00fcr die besten Geschichten, die die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erlebt hatten. Und liebe Leserinnen und Leser, sie k\u00f6nnen sich vorstellen, dass Ch. Beyer und seine Geschichte hier geehrt wurden. Super Sache nicht wahr, auch wenn sich Ch. Beyer wunderte, f\u00fcr was er eigentlich den Preis bekam. Denn eigentlich war er nur Beifahrer: Er hatte f\u00fcr den Preis ja nichts getan. Gestohlen hatte das Rad jemand anderes, Unterst\u00fctzung in Pigna erhielt er von anderen, und das Velo wurde auch von anderen wieder gefunden. Ch. Beyer erhielt also einen Preis f\u00fcrs Nichts tun, was f\u00fcr ihn auch eine neue Erfahrung war.<\/p>\n<p>Vielleicht, liebe Leserinnen und Leser, fragen Sie sich, f\u00fcr welche Geschichten die anderen Preise vergeben wurden. Und tats\u00e4chlich handelte es sich hier um weitere, tolle Stories: Ein Velofahrer erhielt eine Kuhglucke daf\u00fcr, dass er, nachdem die Regenschauer seine Lampe ertr\u00e4nkt hatten, den Col de la Bonnette mit der Handylampe im Mund abfuhr. Der n\u00e4chste Teilnehmer wurde daf\u00fcr belohnt, dass er sein Fahrrad Stunden lang durch bis 40 cm hohen Schnee schob und die nachfolgenden Fahrer warnte, dass dies nicht nur ein Sinn freies, sondern vielleicht auch ein gef\u00e4hrliches Unterfangen ist. Katie und Lee passten die Route hierauf kurzfristig an. Die letzte Geschichte handelte von einem britischen Mitfahrer, der feststellen musste, dass sein leichtes Gravelbike f\u00fcr die harte Strecke ungeeignet war. Er kaufte sich kurzum in einem Radladen in Frankreich ein Mountainbike und lie\u00df sein Gep\u00e4ck daran montieren, nur um kurz danach festzustellen, dass die schweren Downhill-Schlappen am Mountainbike das Vorankommen auch erheblich beeintr\u00e4chtigten. Im n\u00e4chsten Ort lie\u00df er diese auf CrossCountry-Reifen wechseln.<\/p>\n<p>Selbst wenn Ch. Beyer der Finisher Party wehm\u00fctig beiwohnen musste, kristallisierte sich dennoch ein relevanter positiver Aspekt aus der Geschichte heraus. Ch. Beyer bezieht sich nur allzu gern auf Paul Watzlawicks Anleitung zum Ungl\u00fccklichsein, wo der Autor feststellt, dass ein Weg ungl\u00fccklich zu werden ist, Dinge zu Ende zu bringen. In Sinne des &#8222;unfinished Business&#8220; bleibt Ch. Beyer gar nichts anderes \u00fcbrig, als n\u00e4chstes Jahr wieder anzur\u00fccken. Den Veranstaltern Katie und Lee versicherte er f\u00fcr 2025 dementsprechend seine Teilnahme.<\/p>\n<p>\u00dcbrigens, wie es mit Velo in Pigna weitergehen wird, so wird Ch. Beyer Sie, liebe Leserinnen und Leser, gerne auf dem Laufenden halten. Und sollte irgendjemand von Ihnen in den n\u00e4chsten Monaten in der Region C\u00f4te-d&#8217;Azur Urlaub machen, dann: MELDEN&#8230; Bitte!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der freundliche Rezeptionist in Innsbruck r\u00e4t Ch. Beyer, er m\u00f6ge lieber im Iran Urlaub machen. Er glaube, dass Italien nicht sicher sei und er mache lieber in Deutschland Urlaub oder in seinem Heimatland Iran. Dem m\u00f6chte Ch. Beyer nur partiell zustimmen: In der Tat wird der Iran in den Radreiseforen immer aufs H\u00f6chste gelobt. 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