{"id":825,"date":"2016-12-31T02:03:45","date_gmt":"2016-12-31T00:03:45","guid":{"rendered":"https:\/\/thewayishappinessblog.wordpress.com\/?p=825"},"modified":"2016-12-31T02:03:45","modified_gmt":"2016-12-31T00:03:45","slug":"kaekse-beyer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/radness.de\/?p=825","title":{"rendered":"K\u00e4kse-Beyer"},"content":{"rendered":"<p><i>Abbildung 1: Die Notration am Ende des Tages. Sie trug mich noch 80 Kilometer nach Puerto Rio Tranquilo. Dort gab es Nachschub.<\/i><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-834\" src=\"https:\/\/thewayishappinessblog.files.wordpress.com\/2016\/12\/dsc_6248.jpg\" alt=\"dsc_6248\" width=\"4928\" height=\"3264\" \/><\/p>\n<p>Team 4WeizenCycling hat nun nicht nur einen &#8222;Kartoffel-Kleyer&#8220;, sondern auch einen &#8222;K\u00e4kse-Beyer&#8220;. Da der Autor den Blog immer mehr zu einer Radreise-Glosse verkommen l\u00e4sst, nicht ganz unbewusst, so muss er gestehen, folgen zuerst die wichtigen Informationen, ehe es in die zyklistischen Weltanschauungen geht.<\/p>\n<p>Die gute Nachricht: Claudia und Severin, meine Radelfreunde aus der Schweiz, konnte ich tats\u00e4chlich noch abfangen. Die schlechte Nachricht: Jetzt bin ich Ihnen vorausgeeilt, da sie sich in Coyhaique f\u00fcr den n\u00e4chsten Abschnitt der Careterra Austral und f\u00fcr den Nationalpark Los Glaciares vorbereiten. Gefunden habe ich sie, oder sie mich, oder wir uns, in Coyhaique Alto. Den Tipp, die Careterra f\u00fcr eine kleine Schleife nach Osten in die bizarr anmutende Mondlandschaft um Coyhaique Alto zu verlassen, hatten die beiden aus einem anderen Radreiseblog &#8211; einen Ernsthaften. Zur Reparatur meines angeschlagenen Hinterrades hatte ich die k\u00fcrzere und geteerte Standardroute der Careterra Austral, die einen Bogen nach Westen macht, gew\u00e4hlt und konnte nicht mit ihnen mit. Nachdem das Hinterrad wieder gesund war, bin ich Ihnen daf\u00fcr entgegen gefahren.<\/p>\n<p>Das Entgegenfahren erwies sich als Genuss: Mit gesundem Hinterrad und vollen Schub durch R\u00fcckenwind konnte ich gnadenlos \u00fcber den Ripio schruppen. Klar war da bereits, dass der R\u00fcckweg &#8222;Arbeit&#8220; werden w\u00fcrde. Und tats\u00e4chlich m\u00fchten wir uns gemeinsam ordentlich ab. Und von wegen geteiltes Leid ist halbes Leid: Die Anstiege bei vollem Gegenwind waren auch zu dritt schwer. Es w\u00e4re allzu sch\u00f6n die Wattzahlen durch zwei oder gar drei teilen zu k\u00f6nnen. Einzig der Energienachschub mit chilenischen Keksen, auch wenn die alle von Nestle sind, da Coca Cola keine Kekse herstellt, sorgte f\u00fcr Aufheiterung. Ich f\u00fchre davon \u00fcbrigens massig mit. F\u00fcr mich stellen sie die Low-Budget-Variante des gefriergetrockneten Kuchens dar. Leicht, robust verpackt, mit vielen guten Kalorien und lecker. Und Kuchen ist ja bekanntlich gesund (Beyer et al., Deutsches Kalorien Journal, 2009).<\/p>\n<p>Aufgrund meines Kekse-Fetisch hat mich Claudia &#8222;Kekse-Christian&#8220; getauft, was sich mit schweizer Einschlag &#8222;K\u00e4kse-Christian&#8220; spricht. Um eine Analogie zu dem Beinahenamensvetter aus 4WeizenCycling herzustellen, hat der Autor daraus dann den &#8222;K\u00e4kse-Beyer&#8220; gemacht.<\/p>\n<p>Das gemeinsame Radelreisen mit Radlern, die auf einer Wellenl\u00e4nge oder im gleichen Gang sind, ist klasse! Als wir in Coyhaique (ohne Alto) eingetrudelt waren, g\u00f6nnten wir uns Kaffee und Kuchen und Kuchen. Am Abend noch Pizza und Chips und Bier und Wein. Was kann man sich da noch mehr w\u00fcnschen? &#8211; Gute Pizza, doch daf\u00fcr war der Kuchen wunderbar!<\/p>\n<p>Warum ist der Beyer nun weiter und hat Claudia und Severin in Coyhaique zur\u00fcck gelassen? Die oberfl\u00e4chliche Begr\u00fcndung ist, dass er Ende Januar in Punta Arenas sein muss. Doch die treue Leserschaft wei\u00df, dass er tief in seinem Inneren getrieben ist. Die Triebfeder all seines \u00dcbels. Dem Film &#8222;Am Limit&#8220; der Huberbuam entlehnt, k\u00f6nnte man sagen, &#8222;der Beyer ist on Schpeed!&#8220;<\/p>\n<p>Bestraft wurde sein Triebverhalten dieses Mal nicht. Ganz im Gegenteil: Der gestrige Radtag war wohl einer der Sch\u00f6nsten der bisherigen Reise: Traum-Wetter, Traum-Landschaft, Traum-Zeltplatz und gute Beine. Und seine Hauruckaktion, zwei Etappen** in eineinhalb zu packen, ging sich prima aus: die Marmorh\u00f6len im Lago Generale bekam er, also ich, bislang schreibe ich zumindest noch nicht &#8222;uns&#8220;, heute bei Sonnenschein zu sehen, ehe die nun dreit\u00e4gige Regenfront anrollte.<\/p>\n<p>** Das ist nat\u00fcrlich eine sehr subjektive Ma\u00dfeinheit. Genau genommen waren es 220 Kilometer mit 125 Kilometer Ripio und 3000 H\u00f6henmeter. Es sind mir Radfahrer begegnet, die fest davon \u00fcberzeugt waren, dass man daf\u00fcr mindestens drei bis vier Tage ben\u00f6tigt. Nun Glaube versetzt Berge, oder l\u00e4\u00dft sie dort stehen, wo sie sind.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Abbildung 1: Die Notration am Ende des Tages. Sie trug mich noch 80 Kilometer nach Puerto Rio Tranquilo. Dort gab es Nachschub. Team 4WeizenCycling hat nun nicht nur einen &#8222;Kartoffel-Kleyer&#8220;, sondern auch einen &#8222;K\u00e4kse-Beyer&#8220;. 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