Und es geht doch!

Scheiße, es geeeht! Ich glob’s nicht, es geeeht! Ne ganze Woche sitz ich vor der kaputtn SD-Karte und das Scheißding geeeht! Oooch, scheiße, es geeeht!

Die Leserschaft mag sich durchaus vorstellen können, dass sich Herr Beyer zuletzt selten so erleichtert gefühlt hatte. „The great relief“, wie ein Abschnitt einer Tropfsteinhöhle in den Appalachen genannt wurde, der dem Abschnitt „Fat man’s misery“ folgte.

Naja, wenn er ganz ehrlich ist, so ist seine Feststellung nicht haltbar, denn „The great relief“ folgt in beruhigender Regelmäßigkeit jeden Morgen. Details sollen der Leserschaft an dieser Stelle erspart bleiben. Ein Stein fiel ihm also vom Herzen, auch wenn dieses Bild medizinisch nicht korrekt ist. Richtiger wäre wohl, von einem Kotstein zu sprechen, der aus dem Darm flutscht. Womit wir, Scheiße!, wieder beim Thema wären.

Erstaunlich ist jedenfalls, was das Netzt so alles zu bieten zu hat. In diesem Fall war es ein Stückchen Software, dass die Bilder auf Herrn Beyers defekter SD-Karte restaurieren konnte. Ein wenig mehr Arbeit als dieser flapsige Satz vermuten lässt, steckte dann schon dahinter. Das erste Stückchen Software wollte nämlich nichts tun. Erst das Zweite brachte das Glück, wobei auch dieser Weg ein steinig war. Das Ding war nämlich in MS-DOS programmiert. Und was will man sagen, die Älteren unter Ihnen hätten sich wohl ob der Herausforderung gefreut, die Jüngeren damit nichts anfangen können. Herr Beyer, der zwischen den Generationen steht, wurschtelte sich am Ende irgendwie durch. Und nachdem er die restaurierten Fotografien dann auch tatsächlich auf seiner Festplatte wieder gefunden hatte, war die Erleichterung enorm: Einige wertvolle Schätze konnte er bergen. Zeugnisse von Freud und Leid. Testimonien von Sieg und Niederlage.

Jegliches weitere Geschwafel kann Herr Beyer der Leserschaft hier und da ersparen. Der letzte Blogeintrag beschreibt ausführlich die Geschehnisse in Südfrankreich. Lediglich die Namen der Protagonisten, die die Leserschaft auf den Bildern bewundern kann, sollen hier nochmals angeführt werden. Ihnen gilt größter Dank: Sie haben es schließlich eine ganze Woche mit Herrn Beyer ausgehalten.

Madame Ella – Ella Smied: Gewinnerin des Schmidt-Beyerschen Wanderpokals für herausragende Qual(ität)en auf dem Rad. Die Auszeichnung entspricht dem Piolet d’Or. Die Vorjahressiegerin Zita Gackstatter war nicht am Start.

Monsieur Maurice Anscherèr: Team 4WeizenCycling, der John Yossarian (Catch-22 von Joseph Heller) der deutschen Radreisegruppe. Seine vernünftige Weltanschauung hat größere Katastrophen verhindert, was ihm sichtlich Energie gekostet hatte. In Aix-en-Provence hat er einen Detox-Trunk mit seinem geliebten Hopfensaft verwechselt. Die Folge war ein Erschöpfungszustand am Ende der Etappe.

Monsieur Luca Smied: Team Herrmann, unangefochtener Träger des gelben Trikots, Gewinner der Kaloriengesamtwertung und Gewinner aller Kalorieneinzelwertungen. Die Katzenfrau in Garéoult hätte ihn wohl am Liebsten adoptiert. Doch da hätte sogar er Pausenbäckchen entwickelt.

Monsieur, Le incorrible, Chuck (gespr. Schück) Beyèr: Kam bei der Kürze der Etappen bei der diesjährigen Frankreich-Rundfahrt gar nicht erst ins Rollen. Zudem machte ihm die Nebennierenrindeninsuffizienz zu schaffen, die er sich in Chile zugezogen hatte. Er zog sich daher zunehmend auf seine Presse- und Kommentaraufgaben zurück.

Gezeichnet waren am Ende der Woche übrigens alle auf die ein oder andere Weise. Herr Beyer hofft daher auf den Marathoni-Effekt. Im Ziel ein „Nie wieder“, am Tag + 1 die Anmeldung für das nächste Event.

 

 

 

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