Werde ein Early Adopter.

Mittendrin statt nur dabei. Live und in voller Länge. Dabeisein ist so einfach wie noch nie: Im Meeting, beim Abendessen oder auf der Schüssel, eigentlich immer und überall, werden die treuen Leser Ch. Beyer’s nächstes Abenteuer hautnah verfolgen können – ohne dass sie ihm zu sehr auf die Pelle rücken. Letzteres wäre Ch. Beyer doch zuwider, denn Katharsis soll ein Abenteuer mit sich bringen.

„Dot watching“ ist der neue Trend, der den „Livestream“ beerbt, der den „Liveticker“ beerbte, der das Fernsehen beerbte, das das Radio beerbte.

Und parallel dazu:

„Long distance cycling“ ist der neue Trend, der den „Ironman“ beerbt, der den „Marathon“ beerbte, der den „Fußball“ beerbte, der das „Kuhmist schippen“ beerbte.

Nur gut, dass bislang nur wenige von den beiden neuen Trends im Passiv- und Aktivsport Notiz genommen haben.

Wüssten mehr von der trendigen Aktivsportart, dann kämen die Manager, Leistungsträger und Großbescheißer unserer Gesellschaft, um mit voller Wucht, professionellster Vorbereitung und irrsinniger Materialschlacht jegliches Abenteuer auszuradieren. Es gäbe Trainingspläne, Ernährungspläne, Schlafpläne und, vielleicht, Dopingpläne um das „Long distance cycling“ mit bestmöglicher Performance zu bewältigen. Da wäre kein Fünkchen Unbekanntes mehr zu finden. Aus die Maus! Ch. Beyer wäre weitergezogen.

Wüssten mehr von der trendigen Passivsportart, dann kämen mit den Managern deren Unternehmen, die mit voller Wucht, hochgezüchteten PR-Teams und hohlen Phrasen jegliche Online-Beschaulichkeit ausradieren. Es gäbe Firmenlogos, Cookies, Werbebanner und, vielleicht, personalisierte Botschaften von Beate Uhse. Da wäre kein Fünkchen Analoges mehr zu finden, keine schwarzen Linien auf grauem Hintergrund. Aus die Maus! Ch. Beyer wäre weitergezogen.

Heureka, dem ist aber nicht so. Noch weiß kaum jemand Bescheid. Und so möchte Ch. Beyer seine treue Leserschaft einweihen: www.followmychallenge.com –> trackers (live) –> Bikepacking Trans Germany 2018 –> ab dem 1. Juli. Dabei muss Ch. Beyer seine Leser noch darauf aufmerksam machen, dass er sich nicht mit seinem echten Namen angemeldet hat, sondern mit seinem Pseudonym. Sein dot heißt „Christian B.“, sofern er sich recht entsinnt.

Was wird den trendigen Passivsportler erwarten: In erster Linie Entschleunigung. Hier setzt „Dot watching“ von „Long distance cycling“ den Trend der vergangenen Passiv- und Aktivsportarten fort. Ist der Liveticker eines Marathons schon zäh, bringt der Livestream beim Ironman die Passivsportler regelmäßig zum Erschlaffen. Dem „Dot watcher“ wird ein noch härteres Sportprogramm erwarten. Er wird viele kleine Punkte auf einer Karte nachverfolgen, die sich im 10 min-Takt um Pikometer verändern. Nun gut, beim 50-Zöller könnten es auch Nanometer sein. Daher empfiehlt Ch. Beyer den Anfängern beim „Dot watching“ Intervalltraining, denn Dauer-„Dot watching“ fordert eine ausreichende Grundlage. Je nach Gusto, empfehlen sich für Einsteiger 4 bis 24 h-Intervalle. Eine Ausnahme dürfte es durchaus geben: Buddhistische Meister könnten durchaus direkt ins Dauer-„Dot watching“ einsteigen.

Was wird den Aktivsportler Ch. Beyer erwarten und was können die „dot watchenden“ Passivsportler von ihm erwarten: Nichts, rein gar nichts! Außer, ja außer vielleicht die ein oder andere Geschichte. Online werden diese jedoch erst nach dem Event erscheinen. Bei der „Bikepacking Trans Germany“ wird Ch. Beyer den Flugmodus anschalten, damit der Akku hinreichend lange hält. Und das erhofft er sich durchaus im doppelten Sinne.

 

P.S. Ch. Beyer passte seine Webpage an die neue Datenschutzverordnung an. Der Newsletter fiel der Datenschutzverordnung zum Opfer und die Kommentatoren müssen nun dumme Kästchen anklicken. Wenn es so weiter geht, wird in Zukunft nicht nur die Taliban wieder analog kommunizieren.

 

3 Comments

  1. Siglinde Beyer

    viel Spass und allzeit gute Fahrt bei Deinen neuen Abenteuer
    was werden wir da noch alles erleben !
    wird uns wahrscheinlich nicht langweilig werden

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