History’s repeating.

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Zäh war es heute, echt zäh. Nach nur 135 Kilometer und 700 Höhenmeter war ich schön kaputt. Und gedämmert hat es mir dann: Das kennst Du doch! Das ist wie vergangenes Jahr in Rumänien und Ungarn mit Lukas S. Nur mit Gegenwind ab Mittag. Auf weiterhin Westwind von der Seite hatte ich heute morgen gehofft, aber der Sauhund, der Elendige, kam dann gar von Süden. Damit gibt es bei meiner Hauptreiserichtung kein Entkommen mehr. Jedenfalls habe ich meine heutige Etappe am Minimalziel in Santa Cruz, in Chile, nicht Californien, beendet. Camping gab es leider nicht, weswegen ich im Hostales Petit Verdot eingekehrt bin. Eigentlich über meinem Budget, aber sehr schön von dem netten Senor Raúl eingerichtet. Und da es hier WiFi gibt, um den Bogen zu schließen, habe ich mich erstmals mit Wetter.com auseinandergesetzt: Wie im vergangenen Jahr in Rumänien und Ungarn, hatte ich auf gute 30 Grad getippt, aber die 35 bis 37 Grad können den Leistungsabfall besser erklären. Einen entscheidenden Unterschied zur vergangen Tour mit Lukas S. gibt es schon: Ausscheidungsrennen fahre ich gerade nicht, mangels Gegner versteht sich.

Die Entscheidung, ob links oder rechts, also nicht im Sinne der Gesinnung, der Politischen, sondern hinsichtlich der Richtung, der Geographischen, hat mir das Wetter genommen. Es wird morgen nach rechts gehen. An die Küste möchte ich fahren. Dort ist die Strecke zwar bergiger, aber das Wetter lockt mit frischen 21 Grad. Nach links in das zentrale Tal im Süden Chiles, durch das die Panamericana pflügt, drohen bis zu 40 Grad in den nächsten Tagen.

Eine kleine Nebensächlichkeit soll heute nicht unerwähnt bleiben: Ein Hoch auf das chilenische Brot. Brotbacken können die Chilenen. Zwar ist „Pan“ mehr Brötchen als Brot, aber es ist super lecker. Es ist der Grund dafür, dass ich den heutigen Blog im Liegen schreiben muss. Das Überbleibsel aus dem heutigen Abendessen ist in den Bildern zu sehen. Es dient als zweites Abendbrot, wenn der Nachbrenneffekt Eintritt. Bald.

 

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