Saisonauftakt.

Die Titanic ist auch ein Schiff, oder gewesen. Jedenfalls berichtet Ch. Beyer ganz aktuell vom erfolgreichen Saisonauftakt des Erlanger Chefarztzirkels ohne Chefärzte. Ein starke Leistung zauberte das Team auf die Karte. Die Form scheint im Ansteigen begriffen zu sein und insbesondere die Grundschnelligkeit (4,5 km/h im Mittel; 6,5 km/h Maximum) wirkt bereits gut ausgeprägt. Lediglich bei der Kondition muss noch ein wenig nachgebessert werden, aber so früh in der Saison darf das schon mal sein.

Gegen widrigste Bedingungen hatten die Chefärzte ohne Chefärzte zu kämpfen: Eisige Kälte, böiger Sturm und starker Schneefall lassen die erbrachten Leistungen in besonders wohliges Licht rücken. Zumal die Ausrüstung, es war ja schon Mitte März, alles andere als darauf angepasst schien. Es fehlten Skibrillen, Moonboots und Sturmhauben. Und die Handschüchen waren auch zu dünn. Da war es schon eine unglaubliche Herausforderung, alles wieder zurecht zu rücken und die Knöpfe vor dem Hosentürchen, einer nach dem anderen, wieder zu verschließen. Umso erstaunlicher, dass die Chefärzte ohne Chefärzte bei diesen Bedingungen ihre Leistungen voll abrufen konnten. Sie schienen auf dem Punkt fit zu sein.

 

In der Einzelkritik stellten sich die Leistungen wie folgt dar:

Prof. Wenkel nahm die Position des Links- und Rechtsaußens ein. Mit Abstand die schnellste Spieleren auf der Karte. War überall, vorne, hinten und in der Mitte. Hat ihm Endspurt das Tempo hochgehalten.

Prof. Janka behielt als klassischer Libero den Überblick. Er sicherte nach hinten ab, so dass nichts anbrennen konnte. Bei diesen Temperaturen natürlich auch unwahrscheinlich. Auf diesen Mann ist absolut Verlass. Er knüpft mit seinen Leistungen nahtlos an die Vorsaison ab und toppte das Ergebnis von der längsten Nachtwanderung des Jahres.

Chief Regional Medical Officer Dr. Keller fühlte sich als Chefstratege im Mittelfeld pudelwohl. Erst verschleppt er das Tempo, ehe er rechtzeitig mit einer Tempoerhöhung den Schlussspurt einläutete. Hielt den Kontakt zu seinen Mitstreitern und informierte diese über jegliche Taktikänderungen.

Ch. Beyer war der Vollender. Nach Steilvorlage von Janka auf Keller auf Wenkel machte er das Walberla dingfest. So gelang den Chefärzten ohne Chefärzte noch ein Auftaktsieg, wonach es zur Halbzeit nicht ausgesehen hatte.

 

4 Comments

  1. Keller B.

    …meine Frau (frech!) liest den Bericht und sagt: „hast se wieder die ganze Zeit vollgelabert, gell!“. Was sagt man dazu.

    • Ch. Beyer Inkognito

      Ein Bioindikator im Vergiftungsfall ist derjenige, der umfällt. Anhand der Krankheitssymptome- und Zeichen kann der findige Toxikologe die Art der zum Tode führenden Substanz charakterisieren.

      Ein Bioindikator beim MicroAdventure ist derjenige, der nichts mehr sagt. Der findige MicroAdventure Guide kann aus der Länge der Redepausen den Blutglukosewerte schließen.

      Es besteht eine indirekte Korrelation zwischen Wortzahl in 1/min und Blutglucose in mg/dl, solange die Blutglucose unter 100 mg/dl liegt. Über 100 mg/dl tritt ein Ceiling-Effekt ein.

      Auf Basis dieses Modelles lässt sich schließen, dass Bioindikator Dr. Keller sich stetig über 100 mg/dl Blutglucose befand.

      Ist das nun gut? Hierüber sind sich die Wissenschaftler noch uneins. Einerseits besteht kaum eine Gefahr für einen schweren Stimmungseinbruch, andererseits tritt keine hinreichende Erdung, im Englischen „Hit the ground“, ein. Dem MicroAdventure fehlt daher ein wesentlicher Bestandteil des Abenteuers.

      Hieraus lässt sich schließen, dass man seiner Statistik gewissen trauen kann. Oder wie RAW = Robert Anton Wilson schreibt: In uns steckt ein Denker und ein Beweiser. Der Beweiser wird beweisen, was der Denker denkt.

      Quod erat demonstrandum & Alea iacta sunt.

  2. Siglinde Beyer

    Oh das ist mir alles zu hoch, da komm ich mit meinen schulischen Voraussetzungen nicht mehr mit. Wahrscheinlich haben wir bei unseren großen Sohn alles hineingepackt was es an Intelligenz gibt.
    Aber nichts desto trotz wir sind schon etwas stolz, was wir da in diese Welt gesetzt haben, wenn wir auch manchmal den Gedankenzügen nicht ganz folgen können.

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