Das Carbonara-Virus: Adjust Your Beauty to Death Ratio!

Drei wichtige Fragen vorab:

1.) Darf Ch. Beyer eigentlich nicht über das Carbonara-Virus schreiben?

2.) Darf Ch. Beyer Ironie und Sarkasmus walten lassen, wenn er über das Carbonara-Virus schreibt?

3.) Wie viele Blätter Klopapier werden die Leser verbrauchen, wenn sie den folgenden Artikel lesen?

oder 3.1.) Gehören Ch. Beyers Leser zur French Fraction… oh, respektive fraction francaise… und kaufen Condomoe und Rotwein?

Nun gut, Antworten erhält man in den aktuellen Zeiten sowieso nicht, also sollte Ch. Beyer gar nicht erst Fragen stellen, sondern zugleich in media res gehen.

Die Geschichte beginnt 2015: Eine denkwürdige Kongressreise ins Keystone Resort in Colarado geht zu Ende. Ch. Beyer befindet sich soeben in der Straßenbahn von Denver, deren einziger Zweck ist, Touristen zu erheitern. Die Strecke ist nur wenige Hundert Meter lang und die Tram fährt im Fußgänger-Tempo, so dass man locker nebenher laufen könnte. Liebe Leser, das ist wie auf den Flughäfen, wenn Sie neben den Personenbeförderungsbändern im Stechschritt die anderen Fluggäste überholen.

An jenem Tag in Denver ist Ch. Beyers Ziel das Fastfood-Feinschmecker-Restaurant am Ende der Tram-Strecke. Die Tram tuckert dahin. Die Touristen glotzen. Plötzlich schwenkt ein junger Amerikaner seinen Paradekörper um eine Metallstange und sein Gesicht kommt circa 15 cm vor Ch. Beyers Nase zum Halt: Kaum vorzustellen in Zeiten des Carbonara-Virus. Kaum vorzustellen zu normalen Zeiten. Der amerikanische Freund negiert jegliche Konventionen zur sozialen Distanz, so wie sie Samy Molcho in einer Anleitung zum Flirten so schön beschreibt.

„Alcohoool is baaaaaad, my friend! My mother died from alcohoool!“ posaunt der junge Amerikaner Ch. Beyer ins Gesicht. Dazu sollte man wissen, dass Colorado als einer der ersten US-Bundesstaaten kurz vor der Kongressreise Cannabis legalisiert hatte. Die volle Dröhnung! Jedenfalls, dachte sich Ch. Beyer: „Ja, da hat er Recht! Alkohol ist schlecht.“ Und um womöglich weitere Brüche mit sozialen Konventionen zu vermeiden, stimmte Ch. Beyer dem jungen Mann voll und ganz zu: „Alcohoool is baaaaaad!“ Fünf Minuten später im amerikanischen Feinschmecker-Restaurant stand Ch. Beyer dann übrigens unmittelbar vor dem zugedröhnten Amerikaner. Doch kein Problem: Dieser konnte sich weder an die Belehrung in der Tram noch an Ch. Beyer erinnern.

„Alcohoool is baaaaaad!“ Das brannte sich in Ch. Beyers Hirn ein. Untersuchungen am eigenen Leib unternahm er nur wenige, so zum Beispiel an irgendeinem Sylvester in irgendeiner nordspanischen Stadt. Denn tatsächlich bestätigten sich die Thesen des jungen Amerikaners.

Doch nicht nur die Amerikaner und Ch. Beyer sind auf den Trichter gekommen, dass Alkohol „baaaaaad“ ist: Mexiko stoppte kürzlich ein Milliarden-Projekt der Corona-Brauerei. Die Mexikaner sind nämlich nicht nur die größten Opium-Exporteure, sondern auch beim Bier und Alkohol ganz vorne dabei. Doch, wen wundert es, den armen Mexikanern bleibt am Ende des Tages gar nicht viel: Die US&A rissen sich die Gewinne des Bierexports bereits unter den Nagel, denn Corona war von Constellation Brands aufgekauft worden. Es ist also nur eine Frage der Zeit, bis die Amerikaner am Export von Opium aus Mexiko in die US&A verdienen werden, wenn sie es nicht schon tun.

Da Corona ein Bier ist und Bier Alkohol enthält und Alkohol „baaaaaad“ ist, findet Ch. Beyer, dass das Corona-Virus, was offiziell SARS-CoV-2 heißt, umbenannt werden sollte. Im Gegensatz zum Bier, so heißt es, soll mediterranes Essen gesundheitsfördernd sein. Daher propagiert Ch. Beyer das Corona-Virus in Carbonara-Virus umzubenennen. Es hieße dann SARS-CarbV-2. Vielleicht würde eine gesunde Einstellung gegenüber des Virus auch positive Effekte zeigen, schließlich wird momentan nahezu jedem Sch**dreck eine Effektivität in der Behandlung des Virus nachgesagt. Doch das führt hier vielleicht ein wenig zu weit. Radfetischisten könnten das Corona-Virus bzw. Carbonara-Virus übrigens in Carbona-Virus umbenennen. Die Abkürzung könnte die Gleiche bleiben. Und auch hier könnte sich die Attitüde zum Virus verbessern.

Die „Attitüde verbessern“ mag für die Leserschaft einmal mehr nach Ironie und Sarkasmus klingen. Doch warten Sie ab: Da ist etwas dran!

Dr. Richard Levitan ist ein unscheinbarer Intensivmediziner, der durch seine Ideen zum Atemwegsmanagement Aufsehen erregte und ein Held der Free Open Access Medical Education (FOAM) ist. Er arbeitet in New Hampshire und bietet jedes Jahr einen Kurs zum Atemwegsmanagement nahe der Great Tetons in den Rocky Mountains an.

Zu seiner Herangehensweise an Probleme weiß Rich Levitan zu berichten: „My approach with dealing with fears -in a kind of weird way- is to run at them. I got seasick. I sailed accross the Atlantic. I am kind of fearful of heights. I took on rock climbing.“ Und kurz darauf geht es um „cut the neck“ und Notfallkoniotomie. Den vollen Vortrag gibt es bei hier SMACC.

Und Rich Levitan führt weiter aus: „We all need this spiritual regeneration… We have to adjust what I call our beauty-to-death-ratio. We see a lot of death and we need more beauty. So, we need to go to inspiring places.“ In diesem Zusammenhang macht Richard Levitan Werbung für seinen Atemwegskurs bei den Great Tetons, die im Yellowstone Nationalpark liegen. Hier ist übrigens auch Born to Run Coach Eric Orton, ein anderer Held Ch. Beyers, zu Hause.

Liebe Leserschaft, es scheint einmal wieder ein weiter Weg sein, bis es Ch. Beyer gelingt, den Bogen zu schließen. Und wahrscheinlich wissen Sie schon, worauf er hinaus möchte: Zwar befinden wir uns nicht im Yellowstone Nationalpark, doch auch hier in Good Old Germany gibt es genug Beauty um das Üble um uns herum zu balancieren. Und die Tatsache, dass Ch. Beyer den Zähler im Bruch der Beauty-to-Death-Ratio wieder einmal in die Höhe schraubt, soll nicht implizieren, dass er zuletzt viel Death erlebte. Doch, vielleicht sollte man vorbauen.

Und liebe Leserschaft, Ihre persönliche Beauty-to-Death-Ratio sollten auch Sie verbessern, zumindest solange und soweit es geht. Schmeißen Sie ihren Wahoo-Trainer aus dem Fenster, oder besser schicken Sie ihm Ch. Beyer, der noch einen für die ganz schlimmen Zeiten benötigt, und dann gehen Sie raus und genießen Sonne, Regen und Hagel. Es ist schließlich April! Und wie Sie dem Bildband zu diesem Artikel entnehmen können, ist ihnen Ch. Beyer wahrscheinlich einmal mehr viel Beauty voraus.

Übrigens, in den Recherchen für diesen Artikel stieß Ch. Beyer auf einen aktuellen Bericht aus den New York, wo eben jener Rich Levitan einmal mehr für Aufsehen sorgte. Freiwillig meldete er sich, um seinen Kollegen in New York, wo Carbonara-Land-Unter ist, auszuhelfen. Und die Belohnung seines ersten 10 h-Arbeitstages war, dass ihn der Vermieter seines Bruders, bei dem er untergebracht war, rausschmiss. Zu groß sei dem Vermieter die Gefahr gewesen, dass Rich Levitan infiziert sei könnte. Schlimm und lachhaft ist das in allerlei Hinsicht. Und dumm erst Recht: Wenn Ch. Beyer sich irgendwo sicher fühlt, dann auf der Arbeit, denn da weiß er genau, bei welchen seiner Patienten er die FFP3-Maske aufsetzen muss.

2 Comments

  1. Siglinde-Muddi-Omi

    Guten morgen lieber Chuck,,
    ich werde Deinen Anweisungen Folge leisten und mich auch meinen Drahtesel in die nächst gelegene Kleinstadt begeben und Hauptnahrungsmittel für den Rest der Familie einkaufen. Dabei werde ich die Sonne und den Wind genießen und ganz nebenbei etwas für Körper und Geist tun.
    Eigentlich bin ich ja schon ein Risikofaktor für die Carbonara-Fraktion aber ich wehre mich wo es nur geht.

  2. El Horsto Del Knödel

    Großartig! Der Artikel! Großartig.

    Mir fällt dazu nur ein: Wenn ChuckBeyer niest, kauft das Corona Virus Nudeln und Klopapier.

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