I’m too sexy for…

Radfahren ist der härteste Sport der Welt! Ein Profi-Radfahrer hat circa 200 Renntage im Jahr, fährt mit gebrochenen Knochen weiter und trotzt Regen und Sturm.

Triathlon ist auch anstrengend. Ein Profi-Triathlet hat circa 10 bis 20 Renntage im Jahr, je nach Distanz, läuft mit Seitenstechen weiter und trotz der Hitze auf Kona.

Fußballspielen soll auch Sport sein. Ein Fußballspieler vom FC Bayern bringt sich und seine Sporttasche im gesponsorten Audi eigenständig zum Stadium, versucht die taktischen Instruktionen des Trainers zu verstehen, läuft sich 10 min warm, um am Ende nicht eingewechselt zu werden. Auf der Spielerbank überlegt er, was er mit den Millionen auf seinem Konto machen solle.

Jaja, lieber Leser, Sie haben durchaus Recht: Am Anfang steht die Berufswahl. Aber das ist nicht das Thema dieses Blogs. Wir wollen den Radfahrer bemitleiden und ihn unterstützen. Von daher weiter im Text:

An den verbleibenden 165 oder, im Schaltjahr, 166 Tagen des Jahres, an dem der Radfahrer keine Rennen fährt, muss er trainieren. Sponsorenpflege, sofern es welche gibt, übernimmt zum Glück das Team. Und ums Essen kümmert sich der Teamkoch. Doch damit sind noch nicht alle Bedürfnisse befriedigt!

Klar, sein Geschäft verrichten, muss der Radfahrer schon selbst, schließlich ist er kein Fußball-Profi. Doch es kann gelegentlich und bisweilen noch weitere Bedürfnisse geben: Denn trotz der vielen Kilometer im Sattel verspürt der ein oder andere Radfahrer manchmal den Drang dazu, sich zu vermehren oder so zu tun als ob.

Die technischen Aspekte, davon gehen wir einmal aus, griff der Radfahrer in der Schule auf. Doch alleine damit ist es nicht getan. Irgendwie muss er auch noch das weibliche Gegenstück anziehen und es davon überzeugen, dass er ein richtig toller Hecht ist. Man nennt das in der Fachsprache „Attraction“.

Gerne lieber Leser dürfen Sie einwenden, dass es nach der „Attraction“ auch noch mehr braucht, wie „Comfort and Trust“. Doch lassen Sie uns die Dinge einfach halten. Dies soll ein Beginner’s Guide sein.

Bedenken sollten Sie, lieber Leser, dass sich das Problem des Profi-Radfahrers auch auf den Hobbyradler fortsetzt, wenn nicht potenziert. Der Hobbyradler hat zwar nur einzelne Renntage im Jahr, aber am Ende dennoch weniger Zeit, da er einem ordentlichen Beruf nachgehen muss. Jede freie Minute verbringt er damit, die Trainingsrückstände zum Profi-Radfahrer zu schließen.

Aus aktuellem Anlass möchte Ch. Beyer hier auf radness.de eine Diskussion anstoßen: Es soll um die besten Anmachsprüche für Radfahrer gehen, die diese im Beruf, beim Sport oder an der Supermarktkasse anwenden können, um eine gute Portion „Attraction“ beim weiblichen Gegenstück zu induzieren.

Der politischen Korrektheit wegen möchte Ch. Beyer betonen, dass die Einhaltung klassischer Beziehungsmodelle nur der Einfachheit halber befolgt wird. Ob der Radfahrer den anderen Radfahrer, die Radfahrerin den Radfahrer oder die Radfahrerin die andere Radfahrerin angraben, könnte mit einer Vierfeldertafel bestens durchgezirkelt werden.

Doch nun in media res: Do’s and Don’ts für die Radfahrer-Anmache.

Der Klassiker: Hey, soll ich Dir meinen Fahrradkeller zeigen? Ein wenig verstaubt, aber wenn sich der Radfahrer damit sicher fühlt. Das moderne „hey“ ersetzt übrigens das traditionelle „hallo“ und soll den abgedroschenen Spruch zumindest etwas Leben einhauchen.

Der Einfühlsame: Hübsches Fräulein, wollen Sie über meine frisch rasierten Beine streicheln? Dieser Spruch zieht vor allem bei Frauen mit einem Hang zum Taktilen. Frauen mit einem verstärkten olfaktorischen Sinn werden sich übrigens nie auf einen Radfahrer einlassen, außer er hängt sein Hobby an den Nagel.

Der Visionär: Hallo Frau, ich sehe uns schon auf einem Tandem mit Kinderanhänger durch die Fränkische Seenplatte radeln! Eine harte Landung in der Realität könnte sich bei dieser Variante rasch einstellen.

Der (von sich) Überzeugte: Hey Alte, ich brauche einen Verpflegungsposten beim nächsten Rennen! Auch wenn es nur schwer vorstellbar scheint: Viele der Radfahrer-Normalo/a-Beziehungen laufen genau darauf hinaus. Ch. Beyer’s Tipp an die Frauenwelt: Das Angeln eines Radfahrers ist mit viel Arbeit, Ausdauer und Schmerzen verbunden. So ähnlich wie für den Mann das Angel einer Pferdeliebhaberin.

Der Notgeile: Hey babe, do you wish to ride with me? Gottes Garten ist groß, nicht wahr?

Der (totsicher) Erfolgreiche: Hey, ich habe soeben eine Tour mit Chuck Beyer überlebt. Kennen Sie das Ende des Buches „Das Parfum“? Dieser Spruch sollte nur sehr dosiert verwendet werden, denn er kann unglaubliche Erfolge erzielen.

5 Comments

  1. Andy Möller

    Wie wärs mit: „boah ich hab mich total verausgabt, kannsch mich bidde heimschieben und unter die dusche tragen?“

  2. Siglinde-Muddi-Omi

    mich würde interessieren zu welchen Typ
    Fahrradfahrer du dich zählst ?
    ich muss das schon immer ein paar mal lesen
    damit ich das mit meinen mehr oder weniger englisch und Lateinkenntnissen verstehe.
    Bin nur eine einfache Sekretärin, aber macht nix.
    Bin sehr zufrieden, freu mich daß unsere Kinder intelligenter sind und dass sich mich immer wieder motivieren.

  3. NasenbärXL

    „GottseiDank darf man jetzt wieder mehr machen! Ich war wochenlang allein und hab zuhaus geputzt und alles schön gemacht! Magst mal mal vorbeikommen? Und bisl guckn?“

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